Neue Grabformen in Bopfingen

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Der Gemeinderat befasst sich mit einer neuen Satzung für die Friedhöfe. Warum und um wie viel die Gebühren steigen.

Bopfingen

Zu Beginn der Gemeinderatssitzung in Bopfingen gab Hauptamtsleiter Daniel Bäuerle bekannt, dass es auch in Bopfingen sogenannte Pop-up-Impfungen geben wird. Diese sollen am 2. und 3. August auf dem Parkplatz des Ipf-Treffs erfolgen. Es ist keine Anmeldung nötig und bis zu 100 Impfungen stehen zur Verfügung. Verimpft wird Johnson&Johnson.

Marina Mahler stellte in der Sitzung die neue Satzung der Friedhofsordnung vor. Nachdem seit 2014 keine Anpassung der Gebühren erfolgt war, wurde nun die Gebührenkalkulation geändert. Durch den Wandel in der Friedhofskultur und der immer größer werdenden Konkurrenz durch private Anbieter, sollen in Zukunft verschiedene Bestattungsformen angeboten werden. Schritt für Schritt werden die neun Friedhöfe in Bopfingen auf den neuen Trend umgestellt.

Für diese neuen Grabarten gab es bisher keinen kalkulierten Gebührensatz, dieses wurde nun angepasst. Zwar liegen noch keine Erfahrungswerte vor, wie sich die Nachfrage gestalten wird, doch sollen diese Bestattungen angeboten werden können.

Der bisherige Kostendeckungsgrad von 63 Prozent wird nun auf 85 Prozent erhöht. So wird ein einfaches Erdgrab von 467 Euro auf 605 Euro ansteigen. Bei der Nutzung der Leichenhallen ist eine Deckelung notwendig. Diese werden im Schnitt 75-mal jährlich benutzt. Durch den Kostenanstieg der Gebäudeversicherung, der jährliche Unterhalt und die Bewirtschaftung haben sich die Kosten auf 758 Euro erhöht. Deshalb wurde einer Erhöhung mit einer Deckelung von 226 Euro auf 275 Euro zugestimmt.

Gemeinderätin Anke Leins bedankte sich bei Marina Mahler für die geleistete Arbeit. Sie schlug die Erstellung eines Flyers vor, in dem die verschiedenen Bestattungsarten vorgestellt werden.

Hans-Martin Lechner rechnete hoch. „Bei unserer Einwohnerzahl und der Anzahl der Friedhöfe, müsste Aalen 62 Friedhöfe haben.“ Bürgermeister Dr. Gunter Bühler sagte, er wolle jetzt beobachten, wie sich die neue Kalkulation entwickle und dann gegeben falls nachlegen.

Digitale Tafeln

Die Stadt Bopfingen wird alle Schulräume mit digitalen Tafeln ausrüsten. Circa 100 Klassenzimmer und Fachräume gibt es zusammengenommen an den Bopfinger Schulen. Diese werden nun digitalisiert.

Dazu wurden sämtliche Modelle verschiedener Anbieter getestet. Die Vergabe erfolgte anhand mehrerer Faktoren. So war der Stromverbrauch der beauftragten Firma geringer. Dieses macht eine Einsparung von 3000 Euro jährlich aus, die bestellten Tafeln sind um 15 Prozent heller als die der Mitbewerber, die Garantie beträgt fünf Jahre und das Schreibgefühl war bei diesen Tafeln besser.

Bei dieser Entscheidung wurden auch die späteren Nutzer, allen voran Sebastian Schweitzer vom Ostalb-Gymnasium, einbezogen. Ein wichtiger Aspekt alle Schulräume mit den gleichen Tafeln auszurüsten ist, dass sich die Schüler beim Übergang in eine andere Bopfinger Schule nicht umstellen müssen. So werden nun 101 Tafelanlagen zum Preis von 525 000 Euro angeschafft. Aus den Fördermitteln des DigitalPakts erhält die Stadt 578 000 Euro. Weitere 98 000 Euro sind bereits ausgegeben oder für andere Materialien verplant.

„Das ist der Schritt von der Kreidezeit in das digitale Zeitalter“, sagt die SPD-Fraktionsvorsitzende Carola Merk-Rudolph.

Auch in Bopfingen gibt es Pop-up-Impfungen.“

Daniel Bäuerle, Hauptamtsleiter

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