Neue Rollen für Seelhaus und Spital

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Links im Bild das ehemalige Spital, rechts daneben das Seelhaus, das derzeit das Bopfinger Heimatmuseum beherbergt. Dieses zieht ins Spital und im Seelhaus zeigt Bopfingen künftig sein keltisches Erbe.
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Die Stadt saniert Seelhaus und Spital und verbindet die Bauten mit einem Zwischenbau. Im Erdgeschoss des Spitals entsteht eine Kleinbrauerei und ein Begegnungsort.

Bopfingen. Die keltische Vergangenheit in Bopfingen sichtbar machen und Einheimischen wie Besuchern ansprechend zu präsentieren, das ist das Ziel einer Initiative, die Ministerpräsident Winfried Kretschmann angestoßen hat. Land und Bund fördern dies finanziell. Auf dem Ipf entstehen Bauten, die an keltisches Leben erinnern sollen. Bis zum Oktober 2022 sollen diese fertig und die Versorgungsleitungen – Gas, Wasser, Abwasser, Strom und Breitband – am Berg verlegt sein.

Daneben soll in der Innenstadt museal mit neuster, auch digitaler Technik die Welt der Kelten am Ipf erlebbar gemacht werden. Vor Zeiten haben Verwaltung und Gemeinderat daher gemeinsam beschlossen, hierfür das alte Spital und das Seelhaus entsprechend zu gestalten. Beide Gebäude sollen hierzu durch einen neuen Bau verbunden werden. Für den Umbau und die Sanierung des ehemaligen Spitals, samt Verbindungsbau zum Museum im Seelhaus, hat die Stadt für den ersten Bauabschnitt Mittel von einer Million Euro in den Haushalt 2022 eingestellt. Kosten wird die Sache am Ende wohl rund zwei Millionen Euro.

Bopfingen hat ebenfalls vor Zeiten einen Förderantrag auf Mittel aus dem Landessanierungsprogramm zur Sanierung des Gebietes „Stadtmitte Ost – Konversion Gewerbeflächen“ gestellt. Das genannte Sanierungsgebiet reichte räumlich bislang von der VAF an der Bergheimer Straße im Süden über die Bahnhofstraße bei der BAG in der Mitte, bis zur Einmündung Bahnhofstraße-Nördlinger Straße im Norden und dort nach Osten hin bis zur Landmetzgerei Springer, Nördlinger Straße 14. Nun hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, dieses Sanierungsgebiet um die Gebäude Spital, Altes Seelhaus, die ehemalige Schmiede und das direkt an die Schmiede angrenzende Gebäude zu erweitern. Begründet hat die Verwaltung die Erweiterung mit der notwendigen Sanierung des ehemaligen Spitals.

Das denkmalgeschützte Spital, dessen Bausubstanz im Kern bis in das 15. Jahrhundert zurückreicht, wird gebraucht, um dort künftig das Heimatmuseum, das bislang im Seelhaus daheim ist, unterzubringen. Für das Heimatmuseum sind im Spital der erste und der zweite Stock vorgesehen. Im Erdgeschoss soll Raum sein für eine „bürgerschaftliche Begegnungsmöglichkeit mit einer Kleinbrauerei für Bürger und Besucher im Sinne einer kleinen Museumsgastronomie“, wie es im Gemeinderat hieß. Die Kleinbrauerei soll als Begegnungsstätte dienen.

Im ebenfalls denkmalgeschützten Seelhaus, das in seiner Kernsubstanz ebenfalls bis ins 15. Jahrhundert zurückreicht, wird ein Museum geschaffen, welches den Ipf und die keltische Geschichte im Raum Bopfingen in den Mittelpunkt rückt. Beide Gebäude werden durch einen Neubau barrierefrei verbunden. An der alten Schmiede und dem angrenzenden Bau sollen in diesem Zuge städtebauliche Missstände behoben werden.

Die Stadt hofft, durch die Erweiterung des Sanierungsgebietes an Zuschüsse von insgesamt rund 1,08 Millionen Euro zu kommen. Zwingend ist, dass die Maßnahmen bis zum Jahr 2024 fertiggestellt und abgerechnet sind.

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