Nico Santos: „Bopfingen, was macht Ihr mit mir?“

+
Nico Santos hat die Menge im Stadtgarten von Beginn an fest im Griff. Fotos: Peter Hageneder
  • schließen

Wie Stargast Nico Santos bei den Summer Vibes und einem Mehrgenerationenkonzert den Stadtgarten zum Beben bringt.

Bopfingen

Hey, da steht er tatsächlich!“ Leni (11) hat bei einer Lücke im Sichtschutz eine Entdeckung gemacht. Die Augen der 14-jährigen Lotta werden groß. Leni hat recht. Lottas Handy füllt sich mit Fotos. Minuten später größter Jubel am Samstagabend. Mit bestimmt 1000 selbstgebastelten Flammen - eine Bopfinger Fanaktion - begrüßen die über 2200 Besucher den Star bei „Play with Fire“. Über die Vorgruppen Franzi Graf und Marko Santocono, die ihre Jobs sehr gut gemacht haben, haben sie sich gefreut, gewartet aber nur auf ihn. Nico Santos.

Der 29-Jährige enttäuscht dann auch keine Sekunde. Gibt Gas, tanzt, singt, setzt sich ans Piano, klettert über die Lautsprecher, um näher dran zu sein, an seinem Publikum. „Lasst uns alles vergessen, einfach feiern, Spaß haben.“ Das lassen sich die Fans nicht zwei Mal sagen. Genießen sichtlich, was ihnen „Nico“ und seine sechs Vollblutmusiker da auf die Bühne zaubern. Die Masse hüpft. Der Stadtgarten bebt. Die Freude – ja, da ist er endlich – entlädt sich. Keine zwei Minuten nach Konzertbeginn. „Bopfingen, seid Ihr da?“ Na, was für eine Frage.

Nutella gegen Handtuch

Er versichert „When the world is crashing down, then I'll be here“, fordert „Take me in your arms“. Die Mädels in Reihe Eins halten sich in den Armen, auf Schildern diverse Angebote und Wünsche. „Gin Tonic gegen Duett“, „Selfie!“, „Zeit für Crowdsurfing“. „Was, Du hast einen Drei-Liter-Eimer Nutella für mich? Und gegen was willst Du den tauschen? Mein Handtuch? Vollgeschwitzt? Bist Du echt sicher?“ Ja. Ist sie. Und er? „Ein guter Tausch. Für mich“, grinst er. Bedankt sich für gelbe Badeschlappen, Armkettchen, Brille. „Alter, Bopfingen – was macht Ihr mit mir?“

Locker-flockig ist er unterwegs. „Ich komm' mal eben zu Euch runter.“ Klatscht ab. Macht glücklich. Mit Salsa moves geht’s weiter: „Love me for seven days.“ Jubel, als er ins Spanische wechselt, gleich drauf einen Moonwalk zum Besten gibt, das Mikro mal eben in die Lift wirbt, gekonnt wieder fängt. In Reihe Vier tanzen Papa und Töchterchen Hand in Hand. Bei „Unforgettable“ dröhnen die Bässe, die Percussioneinlage cool. Mit geschlossenen Augen sitzt er mit baumelnden Beinen auf einer der großen Lautsprecherboxen: „On my way to the Afterpark“, hat auch das brandneue Stück „Weekend Lover“ mitgebracht und „Walk in Your Shoes“, das Stück für seinen verstorbenen Freund.

Mina (7) beschließt: So geht das nicht. Sie muss was sehen. Zum Glück kann sie kurz drauf auf Papas Schultern weiterfeiern. Häppchenweise steigert die Band die Vorfreude auf „Rooftop“, Nico ist voll in seinem Element, kurz drauf singt der komplette Stadtgarten aus vollem Hals.

Nach „Safe“ und „Better“ ist dann alles vorbei. Über das Gesicht der achtjährigen Mia laufen Tränen. „Er hat mir gewunken und meine Hand berührt.“ „Es war mega, so seine coole, lockere Art“, sagt Kristina (24), „Ich hab' geschrien, als er mir gewunken hat“, Jasmin, 22. Und Alex (32) aus Heidenheim sagt, die familiäre, persönliche Atmosphäre in Bopfingen habe das Konzert besonders schön gemacht. „Super war's!“, ist auch das Resümee der Nico-Fans Erika (54) und Christine (57). Beide kommen aus Nördlingen.

Franziska Graf überzeugte bei ihrem Heimspiel.
Summer Vibes, Nico Santos Foto: Peter Hageneder
Mirko Santocono ist ein Typ für die ruhigeren Klänge.

Zurück zur Übersicht: Stadt Bopfingen

Kommentare