Schwarzschimmel in Bopfinger Schulen: eklig aber harmlos

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Stauferschule
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Schimmelsanierung in Stauferschule, Stauferhalle und Grundschule Schloßberg kostet rund 180.000 Euro. Ab dem 20. Juni 2022 soll der Schulbetrieb wieder laufen können.

Bopfingen. Viel früher als geplant musste die Stadt Bopfingen Schülerinnen und Schüler der Stauferschule und der Grundschule Schloßberg in die Ferien schicken. Der Grund: In den beiden Schulgebäuden und auch in der Stauferhalle wurde Schimmel festgestellt.

In der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabeng hat Bürgermeister Dr. Gunter Bühler nun Entwarnung gegeben. Das Analyseergebnis eines von der Verwaltung beuaftragten Labors liege vor. Demnach handle es sich beim festgestellten Schimmel um sogenannten „Schwarzschimmel“ (Cladosporium cladosporioides). Diese Schimmelart sei nicht toxisch und grundsätzlich auch nicht gesundheitsgefährdend. In Einzelfällen könne es jedoch individuell zu Reaktionen kommen, die häufig Allergiesymptomen ähneln, erläuterte der Bürgermeister.

Zur Schule gehen kann dort trotzdem vorerst niemand. Zuvor muss saniert werden. Bei erfolgreichem Verlauf der Schimmelsanierung und einer abschließenden positiv verlaufenden Messung der Raumluft, kann der Schulbetrieb voraussichtlich mit Abschluss der Pfingstferien am 20. Juni 2022 in beiden Schulen wieder aufgenommen werden, kündigte Bühler an.

Der Bürgermeister erläuterte dem Gremium dann, wie der Schimmel entdeckt wurde und was die Ursache für den Schimmel sein könnte. Demnach wurde bei Bauarbeiten im Zuge der Sanierung der Stauferschule beim Rückbau der abgehängten Decken „Schwarzschimmel“ entdeckt. Der habe sich wohl im Bereich eines alten Wasserschadens gebildet. Von diesem baulichen Herd aus seien die Schimmelsporen durch Personen, die sich im Gebäude bewegten, im gesamten Gebäudekomplex unabsichtlich verbreitet worden. Auf diesem Weg sei der Schimmel dann auch in die Stauferhalle und in die Grundschule Schloßberg gelangt.

Eine ganz wichtige Nachricht schob Bühler nach: Weder in der Grundschule Schloßberg, noch in der Stauferhalle seien nach eingehender Prüfung weitere bauliche Schimmelherde festgestellt worden, sagte er.

Umgehend nach der Entdeckung des Schimmels sei ein Fachlabor beauftragt worden, eine Probe zu entnehmen. Parallel dazu habe die Stadtverwaltung die Schimmelsanierung sofort angeordnet, um den Schulbetrieb schnellstmöglich wieder aufnehmen zu können. Als Vorsichtsmaßnahme hat die Stadt Bopfingen sogleich beide Schulen und die Stauferhalle umgehend vorläufig gesperrt.

Die Kosten für die Schimmelsanierung haben es in sich. Sie belaufen sich auf zirka 180.000 Euro. „Das ist eine unglaublich aufwändige Arbeit. Jeder Zentimeter muss gewaschen, gesäubert werden, daher der hohe Preis“, erläuterte Bühler. Die Stadt prüfe derzeit, ob es eine Möglichkeit gibt, Regress wegen der Baumängel zu erhalten. Gespräche liefen, sagte Bühler.

Der Bürgermeister gab einen Zeitplan vor: Ab 13. Juni sollen erste Messungen der Raumluft laufen. Fallen diese sogenannten „Freimessungen“ positiv aus, könne der Schulbetrieb mit Ende der Pfingstferienam 20. Juni 2022 wieder aufgenommen werden. Lediglich die Stauferhalle bleibe darüber hinaus zunächst für kurze Zeit noch gesperrt, weil dort die zu reinigenden Gegenstände zwischengelagert werden.

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