Stadtarchiv zieht ins Sky-Gebäude

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Die städtische Strukturförder GmbH hat den ehemaligen Supermarkt gekauft und schafft dort Raum für das „Bopfinger Gedächtnis“ und Vereine. Ende 2022 soll alles fertig sein.

Bopfingen

Die Stadt Bopfingen hat das Erdgeschoss des ehemaligen Sky-Gebäudes in der Bahnhofstraße gekauft und schlägt damit zwei Fliegen mit einer Klappe: Die VAF erhält mittelfristig im Gewerbepark in der Bergstraße weitere Entwicklungsfläche und das Stadtarchiv endlich den Raum, den die Katalogisierung und Archivierung der Materialien benötigen.

Der Umzug der Samariterstiftung ist beschlossen, der Spatenstich für den Neubau wurde 2021 vollzogen. Das schafft Platz für die Bopfinger Firma VAF im Gewerbepark. Dort sind zudem in einem Gebäude (BEKO) Materialien der Stadt gelagert, auch ein paar Vereine, beispielsweise die Eisenbahnfreunde, die Böhmerwäldler, der Schachclub oder die Fischer, verfügen dort über kleinere Versammlungsräume. Vereine und das Stadtarchiv sollen nun umziehen.

„Das Stadtarchiv lagert die Materialien teilweise im Rathaus und zu großen Teilen im Gewerbepark. Die alten und wertvollen Dinge können dort aber nicht länger aufbewahrt werden. Das wäre nicht sachgemäß. Handlungsbedarf besteht schon länger, weshalb wir auf der Suche nach einem geeigneten Domizil waren“, erklärt Bürgermeister Dr. Gunter Bühler.

Der ehemalige Sky-Markt eigne sich sehr gut für die neue Nutzung. Zum relativ günstigen Preis von 180.000 Euro hat die Stadt das Erdgeschoss des Marktes erworben. Gekauft habe es die städtische Strukturförder- GmbH, von der die Stadt die Immobilie anmiete. Die Eigentumswohnungen im Obergeschoss des Gebäudes bleiben von der neuen Nutzung unberührt. Die Stadt hat sich „nur“ den ehemaligen Supermarkt und die Parkflächen vorm Haus gesichert.

Im Frühjahr 2022 soll mit den Umbauten begonnen werden. Es werden Trockenbauwände eingezogen, die Räumlichkeit entsprechend zugeschnitten, es müssen aber auch Versorgungsleitungen komplett neu verlegt werden, erläutert der Bürgermeister. „Wir haben das Erdgeschoss quasi nackt übernommen“, so Bühler. Geht alles glatt, und werden die nötigen Handwerker gewonnen, könne man vielleicht bereits Ende des Jahres 2022 einziehen, meint Bühler. Klar ist für ihn: „Das sind alles bleibende Werte, die wir da erhalten wollen, das neue Stadtarchiv wird auf keinen Fall eine bessere Rumpelkammer.“

Inhaltlich will Bopfingen seine Stadtgeschichte neu aufarbeiten. Die Archivalien beinhalteten unter anderem alte Rechnungen aus dem Spital und vieles, stadtgeschichtlich Interessantes mehr. Die Unterlagen reichten bis ins Jahr 1810/1811 zurück, manches aber sei noch viel älter, sagt Bühler.

Die Aufgabe von Stadtarchivarin Johanna Fuchs wird es sein, die Archivalien zu katalogisieren und neu zu ordnen. Am Ende kann dort eine Art Bopfinger Gedächtnis entstehen, etwas, das heimatgeschichtliche Forschung befördert, meint Bühler.

In den Haushalt 2022 sind 180.000 Euro für die Hardware im neuen Stadtarchiv eingestellt. Um alles zu erledigen, bis das Stadtarchiv dann an den Start gehen kann, reicht diese Summe aber längst nicht aus, allein den Umbau veranschlagt die Strukturförder-GmbH mit einer Million Euro, weshalb Bühler beim Projekt auf die finanzielle Unterstützung des Landes hofft.

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