Stauferschule: Schnele folgt auf Feige

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v.l. Marius Pavel, Sabrina Krakow, Willi Feige, Andrea Schnele, Dr. Gunter Bühler
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Wie teuer die Generalsanierung letztlich wird.

Bopfingen. Das nächste Großprojekt steht in in den Startlöchern: die Sanierung der Stauferschule. Dazu traf sich die Verbandsversammlung.. Bevor jedoch über die Zahlen gesprochen wurde, stand die Verabschiedung des Verbandsvorsitzenden Stauferschule, Willi Feige, an. Feige hatte den Vorsitz im Oktober 2020 übernommen. Da er nun als Bürgermeister der Gemeinde Kirchheim am Ries ausgeschieden ist, konnte er laut Verbandsrecht des Landes Baden-Württemberg das Amt nicht mehr weiterführen.
„Er hatte gleich einen riesigen Brocken zu stemmen,“ sagte der stellvertretende Vorsitzende, Dr. Gunter Bühler. Er lobte das große Engagement, dass Feige für die Stauferschule aufwende. Er war es, der die baulichen und inhaltlichen Weichen für den Umbau stellte.

Willi Feige bedankte sich für die Unterstützung, die er in seinem Amt als Vorsitzender erfahren hatte. Lobte die engagierten Mitarbeiter der Stauferschule.

Von den Verbandskollegen bekam er einen Weinkorb, vom Förderverein der Stauferschule, Startklar, einen Wurstkorb. Sabrina Krakow, die Schulleiterin der Stauferschule, überreichte ihm ein Ruhekissen, das von den Schülern der Schule genäht wurde.

Schnele wird Nachfolgerin

Die Verbandsversammlung wählte als Nachfolgerin die Lauchheimer Bürgermeisterin Andrea Schnele. Sie wolle sich dieser großen Aufgabe stellen, sagte sie in ihrer Antrittsrede. „Die Stauferschule ist wichtig für unsere Raumschaft.“

Da Sabrina Krakow krankheitsbedingt derzeit nur sporadisch in der Schule sein kann, berichtete ihr Stellvertreter Marius Pavel vom aktuellen Schuljahr. Pavel sagte, dass die Lehrer sich intensiv mit Fachberatern bezüglich der Sanierung ausgetauscht haben: „Die Schüler müssen bei dieser Sanierung im Vordergrund stehen“. Durch den Ausfall von Sabrina Krakow wurde eine Lücke gerissen. „Doch haben wir es ohne Unterrichtsausfall geschafft,“ berichtete er.

Als weiteres großes Projekt heißt es nun, neben dem Umbau, den neuen Bildungsplan umsetzen. Die Geschäftsführerin des Verbandes, Sandra Schiele, stellte den Haushaltsplan für das Jahr 2022 vor. Danach wird der Ergebnishaushalt mit 283 880 Euroveranschlagt, der Finanzhaushalt schlägt mit 1,9 Millionen Euro zu Buche. Die Kapitalumlage auf die Städte und Gemeinden des Verbandes liegt bei 55,80 Euro pro Einwohner, die Sachkostenpauschale des Landes Baden-Württemberg beträgt 68 Euro pro Schüler. Derzeit sind 66 Schüler an der Bopfinger Stauferschule. Aus dem Digitalpakt des Bundes erhält die Stauferschule insgesamt 28 800 Euro, hierfür sollen die neun Klassenzimmer mit interaktiven Tafeln ausgestattet werden. Die gesamten Kosten dafür belaufen sich auf 69 000 Euro.
Die Generalsanierung wird im Haushaltsplan mit 3,84 Millionen berücksichtigt.Alle Kommunen des Verbandes haben zur Finanzierung des Vorhabens einen Antrag aus Mitteln des Ausgleichstock gestellt, die alle bewilligt wurden.

Fast zehn Prozent teuerer

Die Versammlung vergab in ihrer Sitzung auch die Bauleistungen für die Generalsanierung der Stauferschule. Nach Prüfung der eingegangenen Angebote ergibt sich eine Kostenüberschreitung von 9,71 Prozent. „Das war auf Grund der massiven Preissteigerungen im Jahr 2021 zu erwarten,“ sagte Bühler bei der Vorstellung der Vergabe. Bei manchen Gewerken beträgt die Erhöhung bis zu 25 Prozent.

Die Versammlung hatte in einem früheren Treffen beschlossen, kein modernes Lüftungssystemeinzubauen, da die Gefahr bestand, dass die Anlage zu laut sein könnte und dadurch den Unterricht stören würde. Nach Rücksprache mit dem Stadtbauamt der Stadt Bopfingen wurde empfohlen die Anlage einzubauen, da diese in der Deckeverbaut, keinen Lärm verursache. Hierfür soll eine Förderung von 80 Prozentbeantragt werden. Wird diese Förderung genehmigt, soll die Anlage eingebautwerden, was zusätzlich auf 36 000 Euro veranschlagt wurde. Einstimmig wurde den Vorschlägen zugestimmt. 

⋌Michael Scheidle

v.l. Marius Pavel, Sabrina Krakow, Willi Feige, Andrea Schnele, Dr. Gunter Bühler

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