Trost-Maibaum für Bopfingen

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Der Maibaum

Ohne Fest, aber trotzdem traditionell.

Bopfingen. Das Maibaumaufstellen ist eine uralte Tradition. Bis zum Jahre 1224 lässt sich dieses Ritual zurückverfolgen. Das Maibaumaufstellen geht einher mit einem Fest. Vielerorts wird der Maibaum in einer Prozession durch den Ort getragen und dann mit langen Scharstangen durch Muskelkraft aufgestellt. Es ist ein großes Fest für den ganzen Ort – wegen Corona fällt dieses in Bopfingen aus.

Keine Festlichkeiten

Der Maibaum wird vorher mit Ornamenten verziert, mit Wappen dekoriert und bekommt in vielen Fällen einen Kranz. Die örtlichen Vereine sind immer gerne bereit, diese Arbeiten zu übernehmen. Es ist eine nette Gesellschaft, die dann Jahr für Jahr den Maibaum schmückt. Doch in diesem Jahr leidet die Tradition, wie alles, unter Corona. So dürfen sich keine Gruppen bilden, welche den Maibaum schmücken und es darf ebenso kein Fest unterm Maibaum stattfinden. Deshalb wird in den Bopfinger Teilorten auf einen Maibaum in diesem Jahr verzichtet. „Wir wollen zeigen, dass wir auch in schweren Zeiten an unseren Traditionen festhalten“, sagt Bopfingens Bürgermeister Dr. Gunter Bühler. Deshalb steht auf dem Bopfinger Marktplatz ein kleiner Maibaum, mit Kreppfahnen in den Zweigen und dem Wappen von Bopfingen. „Ganz schlicht, wie es zu dieser Epoche passt“, schreibt die Stadtverwaltung in einer Nachricht. Der Baum wurde unter Corona-Bedingungen vom Bauhof aufgestellt, so Bühler.

Besinnung aufs Wesentliche

„Der Baum soll ein Zeichen sein, dass wir uns auf das Wesentliche besinnen“, sagt der Bürgermeister. Wie viele hofft auch er, dass dieses „verdammte Virus“, bald verschwindet. In den nächsten Wochen soll der „Trost-Maibaum“ den Menschen Hoffnunggeben.

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