„Vivid Curls“: Harmoniegesang in der Schranne

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Die Frauen wollen Gerechtigkeit in die Welt bringen.

Inka Kuchler und Irene Schindele sind am Freitag, 25. März, zu Gast in Bopfingen.

Bopfingen. Inka Kuchler und Irene Schindele haben als Straßenmusik-Duo begonnen und wissen, wie sie ihr Publikum begeistern können. Inzwischen haben die beiden vom Straßenrand auf die Bühne gewechselt. „Vivid Curls“ – lebhafte oder lebendige Locken – nennen sie sich. Eine Gelegenheit, ihrer Musik zu lauschen, ist am Freitag, 25. März, in der Bopfinger Schranne.

Acht Alben haben die beiden Allgäuerinnen bereits veröffentlicht, ihr aktuelles Album, mit dem sie nach Bopfingen kommen, heißt „… nicht müde werden“. Die beiden werden nicht müde, ihre Ansichten über die Welt zu verbreiten. Sie wollen darauf aufmerksam machen, nicht müde zu werden, immer wieder gegen die gleiche Wand zu rennen, bis diese einstürzt. „Manchmal kann man den ganzen Quatsch nicht mehr hören“, sagt Irene Schindele im SchwäPo-Gespräch. Genau hier setzen die beiden Vollblutmusikerinnen mit ihren Texten an.

Gerechtigkeit in die Welt bringen, das sehen sie als Auftrag für Kulturschaffende. „Warum soll eine Utopie nicht auch wahr werden?“, fragen die „Vivid Curls“.

Als sie 2010 ihr Album „D ’Aufstand“ rausbrachten, ging es um das Aufstehen von unten, um den Klimawandel, den sie auch in ihrem neuesten Werk „Jetzt ist unsere Zeit“ thematisieren.

Sie unterstützen die Kampagne „Eine Welt“, bei der sich auch namhafte Künstler wie Konstantin Wecker beteiligen. Konstantin Wecker hat auch bereits das Album „Eine Welt“ der beiden auf seinem Label „Sturm & Drang“ veröffentlicht.

„Wir haben uns bei einer Preisverleihung kennengelernt“, erzählt Irene Schindele. Auch bei Konzerten haben sie sich schon gegenseitig begleitet.

Vielsprachige Band

Die „Vivid Curls“ sind vielsprachig. Neben ihrem Allgäuer Dialekt singen sie spanisch, englisch und hochdeutsch. „Manches kann nur in Mundart ausgedrückt werden, anderes muss verstanden werden“, begründen sie ihr Konzept. „Dialekte sind vom Aussterben bedroht, da möchten wir dagegenwirken“, betonen beide.

2010 wurden sie zur besten deutschen Popgesangsgruppe gewählt. Eine hohe Auszeichnung. 2011 wurden sie erneut beim Deutschen Rock & Pop Preis ausgezeichnet, allerdings in der Kategorie beste deutsche Countryband. „Eine Auszeichnung ist immer eine gute Rückmeldung, dass man es richtig macht“, erklären sie stolz. Wie hart gesotten die beiden Frauen sind, zeigt ihr Auftritt auf einem Openair bei minus sechs Grad. „Da spürt man seine Finger nicht mehr“, sagen sie und lachen.

Am 25. März werden die „Vivid Curls“ in der Schranne ein Konzert geben. Nur Inka Kuchler, Irene Schindele und ihre Gitarren. Gäste können sich auf einen Harmoniegesang freuen, der unter die Haut geht. ⋌mj

Karten gibt's online unter www.events-am-ipf.de und an allen bekannten VVK-Stellen.

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