Warten auf die nächste Ipfmess'

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Dr. Gunter Bühler

Landtagsabgeordneter Winfried Mack und drei Bopfinger Akteure sprechen in einer Videokonferenz über Kultur in Bopfingen und die Rolle der "Mess'".

Bopfingen

Wie läuft in Pandemiezeiten die Kultur in einer Stadt, die zu feiern weiß? Das war die zentrale Frage der ‚Aktuellen Stunde‘ die Landtagsabgeordneter Winfried Mack MdL zusammen mit Bopfingens Bürgermeister Dr. Gunter Bühler und Nico Gasch, Vorsitzender der Schüler-Union-Ostalb abhielt.

"Bopfingen hat ein mehr als beachtliches Kulturprogramm", sagte Mack zu Beginn. Nicht nur durch die Ipfmesse, sondern auch die vielen großen und kleinen Kulturveranstaltungen, die Bopfingen auf den Weg gebracht hat. Natürlich hoffe er, dass im Sommer die Gesellschaft wieder in gutem Fahrwasser sei. Er spüre den Kampf der Gemeinderäte um den Zusammenhalt in Bopfingen. "Die Region wartet auf die Ipfmesse", betonte der Landtagsabgeordnete.

Bopfingens Bürgermeister Dr. Gunter Bühler konnte nicht viel Hoffnung machen. Er sei skeptisch, ob das mit der Ipfmesse klappe. Besonders aufgrund des Impfablaufs sehe er die Chancen kleiner werden.

Dennoch laufen die Vorbereitungen für die Ipfmesse bereits. Es gebe einen Punkt, an dem entschieden werden muss, vor allem in Hinblick auf die professionellen Partner wie die Festzeltwirte. Martina Senz war ebenfalls in die Videokonferenz zugeschaltet.

"Die Menschen brauchen diese Momente", sagte das Bopfinger Stadtoberhaupt. "Die Ipfmesse ist die DNA der Region." Er versprach, wenn es keine Ipfmesse geben sollte: "Ipfmess-Bier wird es auf alle Fälle wieder geben und in größerer Menge."

Corona zeige, was Mensch sein ausmache, betonte Bühler. Die Kontaktpflege und damit auch die Kulturarbeit.

Kultur ist ein Miteinander.

Nico Gasch Schüler-Union

In den letzten Jahren hat sich das Image der Stadt am Ipf gewandelt. "Früher waren wir die armen Verwandten hinter der Röttinger Höhe", sagte Bühler. Dieses Bild hat sich aber in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Die Bürger der Region haben etwas davon, wenn beispielsweise Milow im Bopfinger Stadtgarten spielt. Inzwischenwerden auch die Agenturen aufmerksam und kommen auf die Stadt zu. "Zwischen Donauwörth und Aalen brauchen wir uns nicht zu verstecken", sagte der Bürgermeister stolz. Doch derzeit plane man im luftleeren Raum.

Das bestätigte auch Victoria Schrödersecker, die Kulturbeauftragte der Stadt Bopfingen. "Wir haben das Jahr schon geplant und Künstler engagiert," bestätigte sie. Gerade die Künstler, die im vergangenen Jahr in Bopfingen waren, wie Gaby Hauptmann oder Sky du Mont, waren begeistert – nicht nur von der Atmosphäre, sondern auch vom Mut der Stadt, diese Wagnisse zu stemmen.

"Ohne die örtlichen Vereine könnten wir nichts machen", betonte Schrödersecker. Diese helfen unter anderem bei der Bewirtung.

Nico Gasch sprach für die Jugend in Bopfingen. Er lobte die Vielschichtigkeit der Veranstaltungen in Bopfingen. Vom Opa bis zum Jugendlichen ist für jeden etwas geboten. "Bopfingen ist zu einer Kulturmetropole geworden", lobte er die Verwaltung. Er betonte, wie wichtig gerade die Ipfmesse für die Jugendlichen ist. "Kultur ist ein Miteinander, gerade für die Jugend", war sein Credo.

Die Jugendlichen in Bopfingen freuen sich, nicht mehr wegfahren zu müssen und viele Veranstaltungen vor Ort zu haben. Bopfingen habe im vergangenen Jahr gezeigt, dass man es trotz Corona umsetzen kann.

Michael Pulla bemerkte in der offenen Runde, dass Aktionen wie der Adventskalender am Rathaus oder der Heilige Abend vom Kirchturm herunter, zeigen, dass mit Corona auch neue Wege gefunden werden.

Nico Gasch
Victoria Schrödersecker
Winfried Mack MdL
Noch vor Corona: Ipfmessumzug durch Bopfingens Innenstadt. Die alljährliche Ipfmess' ist ein Publikumsmagnet und als Feierlichkeit für Bopfingen eigentlich unverzichtbar. Archivfoto: opo

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