Wo Wortwerker kämpfen

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v.l. Sieger Steven aus Nürnberg, Macher Jens Hofmann, Zweiter Oliver Walter
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Zum zweiten Mal startet ein Poetry Slam in Bopfingens Stadtgarten. Sechs Autorinnen und Autoren tragen ihre Texte vor.

Bopfingen

Poetry-Slam: Der moderne Dichterwettstreit fand am Wochenende zum zweiten Mal im Bopfinger Stadtgarten statt.

Verschiedene Poeten geben ihre Werke zum Besten und das Publikum kürt den Sieger des Wettkampfes. Die Vorträge sind mal humorvoll, mal nachdenklich oder aufrüttelnd. Einige sind auch sehr persönlich. Da kommt es vor, dass es für den Künstler sehr emotional wird und Tränen fließen. Genau diese persönliche Note ist es, die den Reiz eines Poetry-Slams ausmacht.

Die Zuhörerinnen und Zuhörer tauchen im Stadtgarten ein in verschiedene (Gefühls-)Welten. Der Macher der Poetry-Slams, Jens Hofmann, freut sich über „die größte Poetry-Slam-Bühne“ auf der er je gestanden habe. Sechs Autorinnen und Autoren tragen ihre Texte vor. Die Reihenfolge der Auftritte wird kurz vor Beginn der Veranstaltung ausgelost. So kann sich kein Künstler auf den Punkt genau vorbereiten. Den Auftakt macht Hannah Haberberger aus Erlangen. Die 1,81 Meter große Frau berichtete in satirischer Art über die Dinge, die sie wegen ihrer Größe erlebt hat. Anschließend ist das Duo Barbara Gerlach und Patrik Hajjar, die als Archillesverse auftreten, am Start. Ihr Text über den Anfang und das Ende zu Silvester wird vom Publikum sehr verhalten aufgenommen.

Steven aus Nürnberg kommt als nächstes auf die Bühne. In Bopfingen ist er kein Unbekannter, vergangenes Jahr belegte er beim ersten Poetry-Slam den zweiten Platz. Er legt los mit einem Versmaß zur Deutschen Einheit. Martin Geier aus Fürth erzählt von seinen Kiffer Erlebnissen, bevor Oliver Walter aus Spalt auf die Bühne tritt. Mit seiner Abhandlung „In der Kinderwunschklinik“ sorgt er für gute Stimmung. Zum Abschluss erzählt Markus Riks aus Nürnberg von seinen Nicht-Beziehungen. Bei diesem Beitrag wird ein Problem deutlich, dass immer wieder an diesem Abend auftritt: Die Mitwirkenden tragen, vielleicht aus Zeitgründen, ihre Texte zu schnell vor, so dass diese über die Anlage nicht mehr verständlichsind. Markus Riks spielt zwar hervorragend mit seiner Stimme, aber bei den hoch gesprochenen Texten wird er Opfer der Technik.

Trotzdem kommen der Sinn und Inhalt der Vorträge an. Im Halbfinale, welches ohne Archillesverse und Martin Geier startet, legen sich die vier Verbliebenen noch mehr ins Zeug und es wird schwer zu beurteilen, welche beide Auftritten die besten sind.

Die Vorjahresfinalisten Steven und Oliver Walterkommen weiter. Mit seiner witzig vorgetragenen Geschichte eines Kinobesuches setzt sich am Ende Steven aus Nürnberg durch.

Der Abend wird musikalisch untermalt von dem Duo Zweiklangwelt.

Der Sieger Steven aus Nürnberg.

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