Henrike greift nach der Wein-Krone

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Vorentscheid zur Wahl der deutschen Weinkönigin in Neustadt/W; (Von links) . Saskia Teucke (Pfalz), Linda Trarbach (Ahr), Sina Erdrich (Baden), im roten Kleid Henrike Heinicke (Württemberg), Valerie Louise Gorgus (Rheingau) und Marie Jostock (Mosel), Fo
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Weinprinzessin Henrike Heinicke aus Trochtelfingen steht im Finale und kann am Freitag Deutsche Weinkönigin werden. Jeder kann ihr am Dienstag bei der Teamaufgabe helfen.

Bopfingen-Trochtelfingen

Die erste Hürde ist gemeistert. Weinprinzessin Henrike Heinicke greift nach der Krone der Deutschen Weinkönigin. Beim Vorentscheid am Sonntagabend in Neustadt an der Weinstraße hat es die junge Frau aus Trochtelfingen unter die letzten sechs Kandidatinnen geschafft. Gratulation. Das Finale steigt kommenden Freitag, und dazu braucht Henrike Heinicke die Unterstützung der Bopfinger.

Für den Wettbewerb, den SWR und das Deutsche Weininstitut ausrichten, lief am vergangenen Sonntag der Vorentscheid. Elf Kandidatinnen gingen an den Start, sechs landeten im Finale, eine davon ist Henrike. „Nein, ich war eigentlich gar nicht so aufgeregt, insgesamt ist es super gelaufen“, sagt sie im Gespräch mit der SchwäPo.

Drei Fragen musste jede der Damen beantworten. Jede erhielt andere Fragen. „Das wurde im Vorfeld ausgelost“, berichtet Henrike Heinicke. „Mein Ziel war es, einfach die 45 Sekunden Antwortzeit mit sinnvollen Inhalten zu füllen“, lacht sie. Zeitlich war sie auf dem Punkt und auch fachlich gab es nichts auszusetzen, befand die Jury.

Die Fragen: Was ist Orange-Wine? (Ein neuer Trend: Weißwein, der wie Rotwein ausgebaut und behandelt wird). Wie wichtig ist Social Media für die Weinwirtschaft? (Ein Heimspiel quasi, denn Henrike befasst sich nicht nur in ihrem Studium in Wien mit diesem Thema) und wie erklären Sie einem Norweger, was Steilhanglagen sind (auf Englisch) wollten Nicola Blanchard (Wine MBA, Wine Consultant), Stephanie Hehn (Master Sommelière) und Thomas Curtius (Master of Wine) auf der Bühne von Henrike wissen.

Die weiteren Mitglieder der 70-köpfigen Fachjury beurteilte die Auftritte der Kandidatinnen online von zu Hause aus, womöglich bei einem Glas Wein. Corona ließ die Präsenz in der Halle in Neustadt nicht zu. Die Plätze hatten die Macher stattdessen für 350 Besucherinnen und Besucher reserviert, die ihre Favoritinnen mit Beifall unterstützten. Fazit: Blamiert hat sich keine. Allen wurden fundierte Fachkenntnisse bescheinigt.

Für Henrike war alles ein „großer Spaß, ohne Konkurrenzdruck. „Ich hätte es jeder gegönnt, den Titel zu holen. Das sind alles feine Mädchen, wir haben uns vorher sogar gegenseitig abgefragt und hatten eine gute Zeit“, meint sie. „Jetzt habe ich eine 50:50-Chance, denn neben der Königin gibt es zwei Weinprinzessinnen. Das Amt hat so viele Termine, das würde eine allein gar nicht schaffen.“

Das Finale steigt am Freitag, 24. September, ab 20.15 Uhr, im Neustädter Saalbau. Das SWR-Fernsehen überträgt live. Wer Henrike Heinicke dort unterstützen will: „Es gibt an der Rathauspforte in Bopfingen 30 Tickets für den Abend (b.lutz@bopfingen.de). Die kosten je 54 Euro und beinhalten den Eintritt sowie eine „Goodiebag“ mit Essen, zwei Flaschen Wein und einer Spende für das Ahrtal. Ein Büffet vor Ort geht wegen Corona nicht“, sagt Henrike. Anreisen müssen die Unterstützer selbst. „Meine Familie ist dabei, sogar meine Oma, die bald 80 wird“, freut sie sich. Was sie erwartet? „Die Jury entscheidet. Ich will einfach nur authentisch sein.“

Wer hilft mit?

Zur Krone mitverhelfen kann Henrike aber jeder. Denn sie muss vorab eine Teamaufgabe bewältigen. Am Dienstag, 21. September, ab 18 Uhr, ist jeder auf dem Sportplatz Trochtelfingen willkommen. „Der Wettbewerb steht im Zeichen der Hilfe für vom Hochwasser Betroffene im Ahrtal. Aufgabe ist es daher, das Wort „Solidarität“ mit einer Personengruppe zu stellen und davon ein Drohnenfoto zu machen. Ich muss die Buchstaben L und I beisteuern. Wer kommt, sollte irgendein Werkzeug mitbringen, ich bringe eine Schubkarre“, lacht sie und hofft auf viele Mitstreiter.

Bürgermeister Dr. Gunter Bühler hat ihren TV-Auftritt verfolgt, vielleicht schaut er ja auch vorbei, denn für ihn ist klar: „Unsere Weinprinzessin hat sich sehr gut präsentiert, für mich ist sie klar unter den Top-Dreien.“

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