Unterm Ipf soll bald geimpft werden

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Ob Impfungen dann tatsächlich stattfinden können liegt daran, ob Bopfingen ein Kontingent Impfstoff und ein Mobiles Impfteam seitens des Landes zugewiesen wird. Symbolbild: Pixabay
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Bopfingen, Kirchheim und Riesbürg haben sich gemeinsam um den Einsatz der mobilen Impfteams aus Stuttgart in der Bopfinger Stauferhalle beworben. Nun muss das Land entscheiden.

Bopfingen. Bopfingen, Kirchheim und Riesbürg dauert das alles viel zu lange, sie wollen nun rasch die wohnortnahe Corona-Impfungen für Personen ab 80 Jahren möglich machen. Die Kommunen haben sich gemeinsam um den Einsatz von mobilen Impfteams in der Stauferhalle in Bopfingen beworben. "Seit Beginn der Impfkampagne habe ich mich für wohnortnahe Impfangebote starkgemacht. Ich freue mich, dass uns diese Möglichkeit nun grundsätzlich eingeräumt wird", sagt Bürgermeister Dr. Gunter Bühler.

Sozialminister Manfred Lucha hat am Mittwoch nämlich den Weg frei gemacht. Ist in Pflegeheimen die erste Impfung durch und stehen die Termine für die zweite Impfung, dann dürfen die mobilen Impfteams künftig auch in der Fläche tätig werden. Ein Pilotprojekt wird in Mutlangen gestartet. Ab Donnerstag geht dort das Impfzentrum für den Schwäbischen Wald im Mutlanger Forum an den Start.

So weit ist man unterm Ipf noch nicht, aber immerhin werden nun die Strukturen geschaffen. Und dies aus gutem Grund, denn für viele Senioren ist es sehr beschwerlich, die weiter entfernten Impfzentren des Landes in Rot am See oder in Stuttgart zu erreichen.

Zudem führten die Impfstoffverteilung und das teils umständliche Anmeldeverfahren dazu, dass Menschen ab 80 Jahren, die einen prioritären Anspruch auf eine Schutzimpfung haben, bislang keine Impftermine in den Zentralen Impfzentren oder im Kreisimpfzentrum in Aalen erhalten haben.

Mit den mobilen Impfteams (MIT) will das Land hier nun nachsteuern. Dieses Angebot lässt sich logistisch aber nur durch die Mitwirkung der Kommunen bei der Organisation des Impftermins verwirklichen. Bopfingen Kirchheim und Riesbürg wollen diese Chance nutzen und haben sich gemeinsam um den Einsatz der mobilen Impfteams beworben – und gleich für die Logistik gesorgt. In Kooperation mit dem DRK-Kreisverband Aalen wurde mit Hochdruck ein Konzept erarbeitet, mit dem die Corona-Schutzimpfungen ab sofort in der Stauferhalle abgewickelt werden können. "Besonderer Dank gilt dem DRK-Kreisverband Aalen für die bemerkenswert unbürokratische und pragmatische Unterstützung", sagt Bühler.

Alle Bürgerinnen und Bürger der drei Kommunen ab dem vollendeten 80. Lebensjahr sollen noch in dieser Woche ein Anschreiben von den jeweiligen Verwaltungen erhalten. Darin wird auf das wohnortnahe Impfangebot hingewiesen. Es wird darum gebeten, dass sich betroffenen Personen bis zum 9. März, oder noch besser, baldmöglichst zurückmelden und Interesse an dem Angebot bekunden. "Sobald wir eine verlässliche Liste haben, leiten wir diese umgehend weiter. Ab dann können wir starten", sagt Riesbürgs Bürgermeister Willibald Freihart. Bopfingen, Kirchheim und Riesbürg stehen damit "Gewehr bei Fuß" und können dann ohne zeitlichen Vorlauf die mobilen Impfungen vor Ort ermöglichen.

Ob aber tatsächlich geimpft wird, das hängt nun an der Zustimmung des Landes über die mobilen Impfteams. Bislang könne noch keine genaue Auskunft darüber gegeben werden, wann ein solches Impfteam in Bopfingen konkret zum Einsatz kommen kann, sagt Bühler. Offen sei auch, wie viel Impfstoff hierfür bereitgestellt wird.

"Wir hoffen, dass unsere Bewerbung Gehör findet und wir unseren Bürgerinnen und Bürgern möglichst zeitnah ein Impfangebot am Wohnort ermöglichen können", sagt Kirchheims Bürgermeister Willi Feige.

Weiterhin können aber Anspruchsberechtigte im Kreisimpfzentrum in Aalen oder in einem der Zentralen Landes-Impfzentren einen Impftermin vereinbaren. Bopfingens Verwaltung rät dazu, vereinbarte Termine auch wahrzunehmen.

Wer Schwierigkeiten hat, zu den Zentralen Impfzentren oder zum Kreisimpfzentrum zu gelangen, für den gibt es weiter den Fahrdienst. Für Rückfragen steht hier im Rathaus Bopfingen Daniel Bäuerle unter (07362) 801-30 zur Verfügung.

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