Alles wird neu: unter- und oberirdisch

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Die Ortsdurchfahrt in Unterriffingen, die Hohenloher Straße, wird komplett saniert. Rund 1,9 Millionen Euro sind nötig. In diesem Frühjahr wird der erste Bauabschnitt begonnen. Verkehrsbehinderungen sind unvermeidlich.
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Unterriffingens Ortsdurchfahrt wird komplett saniert. Fahrbahnbelag, Kanal und Versorgungsleitungen werden erneuert. Zudem gibt es Querungshilfen. Im Mai geht es los.

Bopfingen-Unterriffingen

In diesem Frühjahr soll mit der Sanierung der Ortsdurchfahrt Unterriffingen begonnen werden. Das Projekt ist gewaltig und wird deshalb in zwei Bauabschnitte aufgeteilt. Der erste startet in diesem Jahr, der zweite 2022.

Das ist geplant

Im Auftrag des Regierungspräsidiums Stuttgart ist Bopfingen die Planungen angegangen. Vorgesehen ist es, den Kanal komplett zu erneuern. Neue Wasserleitungen und neue Stromleitungen werden zudem verlegt, denn der Energieversorger EnBW will seine Oberleitungen abbauen und unter die Erde verlegen. Hausanschlüsse werden dabei auch erneuert. Leerrohre für Breitband sind nicht nötig, denn im Zuge der Arbeiten für das Backbonenetz des Landkreises wurde Unterriffingen hier angedockt.

Am Ende wird der Straßenbelag, ebenfalls von Ortsschild zu Ortsschild, komplett neu aufgebracht. Die Straße soll im Schnitt sechs Meter breit sein.

Bereits erneuert worden ist bei Unterriffingen der östliche Streckenabschnitt der L 1080 zwischen dem neuen Kreisel am "Frankfurter Kreuz" und dem Ortseingang. Bürgermeister Dr. Gunter Bühler hofft nun, dass sich das Land noch überzeugen lässt, auch den L 1080-Abschnitt zwischen dem westlichen Ortseingang Unterriffingens zumindest bis zum Abzweig in Richtung Dorfmerkingen zu sanieren und die Kuppe zu entschärfen.

Zwei Querungshilfen entstehen

Zurück zu den Vorhaben in der Ortsmitte. Dort wird die aktuelle Bushaltestelle neu gestaltet. Auf der Ortsdurchfahrt entstehen zwei Querungshilfen, eine an der Bushaltestelle, die zweite am Zugang zum neuen Baugebiet Haldenbuck. "Die Querungshilfen sind nötig, weil die Hohenloher Straße zu schmal für durchgängige Gehwege rechts und links ist", erklärt der Bürgermeister.

Für die Maßnahmen an der Bushaltestelle liegt die Bewilligung über Mittel aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum vor. Für alle weiteren Maßnahmen wurde Geld aus dem Ausgleichsstock beantragt.

Rund 1,9 Millionen Euro Kosten

Aktuell wird mit Gesamtkosten von rund 1,9 Millionen Euro gerechnet. Wie viel Bopfingen hier am Ende bezahlen muss, ist noch offen und hängt von den Zuschüssen ab. Über eine Million Euro wird es aber wohl werden, die Bopfingen beisteuern muss.

Klar ist, das Land kommt für die Straßensanierung auf, die 500 000 bis 600 000 Euro kosten wird. Die Sanierung des Kanals ist Aufgabe der Stadt. Bei den neuen Stromleitungen ist die EnBW mit gefordert und bei den Wasserleitungen der Wasserzweckverband Härtsfeld/Albuch. Im Auftrag des RP überplant die Stadt Bopfingen auch die freien Flächen entlang der Ortsdurchfahrt.

Zeitplan für das Projekt

Mit der Planung ist die Stadt fertig, alles liegt inzwischen beim RP, denn als Bauherr will das Land das letzte Wort haben. Sobald es von dort grünes Licht gibt, kann ein Zeitplan für die Arbeiten konkretisiert werden.

Im Rathaus werden bereits die Ausschreibungen für die Maßnahmen vorbereitet. Ist das RP zufrieden, kann ausgeschrieben werden und der Gemeinderat in seiner April-Sitzung die Arbeiten vergeben.

Baustart könnte dann im Mai oder Juni dieses Jahres sein. Begonnen werden soll von der Ortsmitte in Richtung Hohenlohe, also nach Westen hin. Der zweite Bauabschnitt soll dann von der Ortsmitte in Richtung Osten im Jahr 2022 angegangen und vollendet werden.

Ohne Sperrungen und Verkehrsbehinderungen sei die Baumaßnahme nicht zu machen, vor allem überörtlicher Verkehr müsse weiträumig umgeleitet werden, sagt Bürgermeister Dr. Bühler. "Wenn alles fertig ist, dann wäre das eine schöne Gelegenheit für ein echtes Straßenfest in Unterriffingen", findet der Bürgermeister.

Pläne in der Steigfeldhalle

Unterriffingens Ortschaftsrat war kontinuierlich in die Planungen eingebunden und habe sich konstruktiv eingebracht, wie Bühler sagt. Aufgrund der Corona-Pandemie könne aber leider keine Information der Bürgerinnen und Bürger im Rahmen einer Veranstaltung stattfinden, bedauert Unterriffingens Ortsvorsteher Dietmar Schönherr. Deshalb werden die Pläne nun am Wahlsonntag, dem 14. März, in der Steigfeldhalle zur Ansicht öffentlich ausgehängt. "Sobald es die Corona-Regelungen zulassen, werden wir eine Informationsveranstaltung durchführen" verspricht Schönherr.

Unmittelbare Anlieger der Baumaßnahmen will die Stadtverwaltung direkt kontaktieren. Bei Fragen können diese sich gerne im Rathaus an Tiefbauamtsleiter Klaus Böhm wenden: Telefon (07362) 80156, Mail: k.boehm@bopfingen.de.

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