Aus Motorikraum wird Fernseherstudio

  • Weitere
    schließen
+
Fernsehstudioamosphäre im Psychomotorikraum des Kinderdorfes in Unterriffingen (v.l.): Stefanie Krauter, Chaynes, Elisabeth.
  • schließen

Das Kinderdorf St. Josef in Bopfingen-Unterriffingen war Gastgeber des Caritas-Jugendforums. Zwei Tage drehte sich alles um das Motto „Wir sprechen mit“.

Bopfingen-Unterriffingen

Seit 14 Jahren veranstaltet die Caritas in den Räumen verschiedener Jugendeinrichtungen ein Jugendforum. Nun zum ersten Mal in Bopfingen-Unterriffingen. Nachdem 2020 wegen Corona eine Absage erfolgte, entschlossen sich die Macherinnen, Stefanie Krauter und Julia Zeilinger, in diesem Jahr via Videokonferenz diese Veranstaltung zu organisieren.

Dazu wurde im Psychomotorikraum des Kinderdorfes in Unterriffingen ein vollständiges Fernsehstudio eingerichtet. Vor dem Greenscreen standen die drei Moderatorinnen und interviewten die Teilnehmenden und führten durch das zweitägige Programm. Zusammen mit Stefanie Krauter führten Elisabeth und Chaynes, zwei Jugendliche von St. Josef in Unterriffingen, durch das Programm.

Das war vielfältig. Sechs Themen wurden vorgestellt. Diese Themen hatte eine Kommission aus Jugendlichen zusammengestellt. „Die Jugendlichen geben die Themen uns vor“, sagte Julia Zeilinger, die in Württemberg für die Jugendeinrichtungen zuständig ist.

Insgesamt waren 95 Jugendliche und 35 Erwachsene aus 20 Einrichtungen in Baden-Württemberg jeden Tag zugeschaltet. „Das Ziel ist herauszufinden, was wünschen sich die Jugendlichen von den Erwachsenen und was kann in den Einrichtungen umgesetzt werden“, erklärte Stefanie Krauter, die sich in Baden um die Jugendeinrichtungen kümmert. Es ging um die Mitsprache der Heimbewohner und die Weiterentwicklung der Einrichtungen. „Das jährliche Jugendforum ist ein wichtiges Instrument, damit Kinder ihre Rechte verwirklichen können“, beschrieb Stefanie Krauter den Hintergrund. Die Kinder könnten nach außen tragen, was sie im Innern bewegt.

Das jährliche Jugendforum ist ein wichtiges Instrument, damit Kinder ihre Rechte verwirklichen können.“

Stefanie Krauter, Zuständig für Jugendeinrichtungen

In sechs Workshopgruppen, die von den Jugendlichen geleitet wurden, wurden Themen wie: „Du bist, was Du isst“, „unser Beitrag zum Klimaschutz“ oder „wir lassen uns von Corona nicht unterkriegen“, besprochen.

Die Erwachsenen waren dabei nur Assistenten, die einzelnen Gruppen werden von den Jugendlichen selbst organisiert.

„Es ist ein wichtiges Mittel zur Demokratiebildung“, sagte Erich Staudenmaier, der Leiter des Kinderdorfes St. Josef. Die Jugendlichen seien nicht nur an Heimthemen interessiert, die Themen seien vielfältig und so wachse das Demokratieverständnis.

Zum Abschluss waren mit Bopfingens Bürgermeister Dr. Gunter Bühler, Jutta Funk, Geschäftsbereichsleiterin Jugend und Familie beim Landratsamt Ostalbkreis, Joachim Herchet vom KVJS Jugendamt und Detlev Wiesinger, Geschäftsführer der Franz-von-Assisi-Einrichtungen, Entscheidungsträger zugeschaltet. Dabei stellten die Workshopteilnehmenden ihre Ergebnisse vor.

Am Ende war große Zufriedenheit bei den Teilnehmenden und Verantwortlichen. Die Premiere war geglückt, auch dank der Firma Kaiser Events, die sich um die professionelle Technik kümmerte. Dies war durch einen Sponsor ermöglicht worden.

Zurück zur Übersicht: Unterriffingen

Mehr zum Thema

WEITERE ARTIKEL