Viel zu tun in Kirchheim am Ries: Dorfladen, Brezge, Kloster

+
Seit einem halben Jahr Bürgermeister in Kirchheim am Ries - Danyel Atalay
  • schließen

Bürgermeister Danyel Atalay hat in den ersten Monaten seiner Arbeit in Kirchheim am Ries bereits einige Themen intensiv vorangetrieben. Ein Überblick.

Kirchheim am Ries

Seit knapp einem halben Jahr ist Danyel Atalay Bürgermeister in Kirchheim. Einiges hat er bereits angestoßen, wie er im Gespräch der SchwäPo berichtet.

Ein Dorfladen wird nun in an den Start gehen. Die Firma „Regional & Fair Made in Süddeutschland“ eröffnet diesen am 17. September in der ehemaligen Bopfinger Bank. „Nahversorgung ist in einer Gemeinde wie Kirchheim ein wichtiges Thema,“ sagt Atalay. Er freue sich, dass es so schnell geklappt hat. Besonders die Bopfinger Bank, mit Wolfgang Probst und Franz Zekl an der Spitze, sei sofort Feuer und Flamme gewesen. „Wir sind sehr kreativ an dieses Projekt herangegangen,“ erläutert er. Der Dorfladen ist rund um die Uhr geöffnet. „Das ist innovativ pur,“ freut sich Atalay. 1000 regionale Produkte gibt es. „Das ist keine Verdrängung bestehender Läden. Wir haben örtliche Firmen ins Boot geholt“, sagt er.

Ideen für das Kloster

Ein weiteres Thema, mit dem sich der Bürgermeister in seiner kurzen Amtszeit bereits intensiv befasst hat, ist die Klosteranlage in Kirchheim. „Wir haben gerade Überlegungen getroffen, den Kindergarten dort zu erweitern“, sagt Danyel Atalay. Junge Familien kämen nach Kirchheim, und diesen müsse die Gemeinde eine Kindergartenstelle anbieten.

Derzeit sind im Kloster Flüchtlinge aus der Ukraine untergebracht. „Da waren viele ehrenamtliche Helfer tätig, um das Gebäude wieder in Schuss zu bringen,“ sagt der Bürgermeister nicht ohne Stolz.

„Für eine Wiederbelebung des Klosters wollen wir verschiedene Formate testen,“ erklärt Atalay. Ausstellungen, Co-Working oder ein Weihnachtsmarkt kann sich der Schultes dort vorstellen.

Das Projekt „Summer of pioneers“ habe sich ebenfalls bereits gemeldet. Das Projekt bringe Menschen aus der Stadt auf das Land, und diese könnten dort neue Formen testen. Digital, gemeinschaftlich und gemeinwohlorientiert sind die Schlagwörter dieses Konzepts.

Schnelles Internet

Der Glasfaserausbau im grauen Fleckenprogramm in Kirchheim ist bereits angestoßen. Der Bund hat bereits die Förderung bewilligt. Nun ist die Planungsvergabe dran, berichtet der Bürgermeister. „Bis Anfang 2025, so wäre mein Wunsch, sollte alles erledigt sein,“ sagt Danyel Atalay.

Ideen für das „Brezge-Areal“

Kirchheim am Ries wächst, das ist zu spüren. Die Baugebiete würden gut angenommen. Spätestens im nächsten Jahr soll für die Gemeinde ein Gewerbeflächenentwicklungskonzept erarbeitet werden. Dazu gehört auch der Investitionswettbewerb für das „Brezge-Areal“. Der sei bislang auf ein gutes Feedback gestoßen, sagt Atalay. Konkretes gebe es aber noch nicht.

Zuversicht in der Energiekrise

Vor dem Winter ist Danyel Atalay nicht bange. „Unsere kommunalen Gebäude kommen ohne Gas aus,“ erklärt er. Geheizt werde mit Öl und Pellets. „Eine Gemeinde wie Kirchheim hat es leichter, den Energieverbrauch smart zu organisieren,“ sagt Atalay mit Blick auf Städte. Allerdings möchte der Bürgermeister Gespräche mit den Vereinen führen, die Sportanlagen betreiben. Hier seien eventuell doch einige Einsparungen nötig.

„Ich bin dankbar, dass ich hier so gut aufgenommen worden bin,“ resümiert Danyel Atalay die ersten Monate seiner Arbeit als Bürgermeister in Kirchheim. Die Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat sei sehr gut, ebenfalls sei die Bevölkerung ihm gegenüber sehr aufgeschlossen. „Das breite Themenspektrum, das man hier als Bürgermeister hat, macht mir Spaß,“ sagt Atalay und lächelt zufrieden. Es läuft gut in Kirchheim am Ries.

Danyel Atalay seit 1. März Rathauschef in Kirchheim am Ries
Danyel Atalay seit 1. März Rathauschef in Kirchheim am Ries Foto: Michael Scheidle

Zurück zur Übersicht: Bopfingen

Kommentare