Willi Feige macht nach 24 Jahren Schluss

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Bürgermeister Willi Feige.

Die Amtszeit des Kirchheimer Bürgermeisters endet am 28. Februar 2022. Warum er sich nicht mehr für eine vierte Amtszeit bewerben will.

Bopfingen-Kirchheim am Ries. Der Paukenschlag kam bei der jüngsten Gemeinderatssitzung in Kirchheim am Ries ganz zum Schluss. Nachdem alles besprochen war, unter dem Punkt „Verschiedenes“, verkündete Bürgermeister Willi Feige, dass seine derzeitige Amtszeit am 28. Februar 2022 ausläuft und er sich nicht mehr für eine vierte Amtszeit bewerben werde. Nach 24 Jahren endet in Kirchheim damit eine Ära.

Seit dem 2. März 1998 ist der gebürtige Pflaumlocher in der Gemeinde am Riesrand als Bürgermeister im Dienst. Damals wurde er im ersten Wahlgang mit 54 Prozent zum neuen Gemeindeoberhaupt gekürt. Zuvor war Feige bei der Stadt Nördlingen auf dem Standesamt und Rechtsamt tätig.

In seine Amtszeit fiel der Bau des Kindergartens, des Rathauses und der Straße zwischen Dirgenheim und Benzenzimmern. Ebenso unterschrieb er die Partnerschaft Urkunde mit der italienischen Stadt Solarolo.

Nun möchte er sich zurückziehen. Er dankte in seiner Ansprache den Gemeinderäten, Vereinen und Mitarbeitern für die gute Zusammenarbeit.

Der stellvertretende Bürgermeister Johannes Strauß dankte Willi Feige in einer kurzen Rede für seine Arbeit in der Gemeinde. „Sie waren immer sehr verwurzelt mit dem Job“, sagte er.

Nun sollen in einer der nächsten Sitzungen die Modalitäten für die Wahl eines neuen Bürgermeisters festgelegt werden.

Vor dieser Überraschung wurde am Montagabend in Kirchheim über die Außenanlage des neuen Bauhofs diskutiert. Nach einer Besichtigung der Baustelle im März dieses Jahres durch den Bauausschuss wurden Ergänzungen geäußert. Diese stellte der ausführende Architekt Mathis Tröster nun dem Gemeinderat vor. Der Parkplatz für die Mitarbeiter soll mit Rasengittersteinen ausgeführt werden, die Einfahrten sollen asphaltiert werden und die Waschplatte erhält einen Ölabscheider. Ein weiteres Tor wurde beim Schüttlager eingeplant und die Pflasterfläche vergrößert. Die Kosten würden sich durch diese Änderungen von 92 000 auf 135 000 Euro erhöhen.

Eugen Geiger monierte die Größe des Tores, da er Schwierigkeiten für große Lkw sieht. Dieses löste eine intensive Diskussion darüber aus, wie welche Lastwagen ein- und ausfahren können. Eine Testfahrt mit einem Sattelschlepper soll nun Klarheit bringen.

Wo soll der Grüncontainer hin?

Gemeinderat Kurt Götz hatte sich Gedanken um die Aufstellung eines Grüncontainers gemacht und legte einen entsprechenden Plan vor.

Die anschließende Diskussion wog ab, wo und wie solch ein Container aufgestellt werden könnte. Ein Stellplatz hinter dem Bauhof mit tiefergelegtem und dadurch von oben zu beladenem Container wurde bereits in einer der vorangegangenen Sitzungen als zu teuer abgelehnt. Der Vorschlag von Kurt Götz sieht vor, den Container zwischen der Ein- und Ausfahrt aufzustellen. Wodurch er seitlich, und damit auch leichter, mit einem Anhänger, befüllt werden könnte.

Der Gemeinderat einigte sich darauf, dem Mehrpreis und den geplanten Änderungen zuzustimmen. Die Frage der Größe der Ein- und Ausfahrt und der Aufstellung von Containern soll bei einem Vororttermin geklärt werden. Michael Scheidle

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