Ziel: 20 Kilometer an Blühstreifen anlegen

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Gehen in Sachen Biodiversität gemeinsame Wege Bauernverband und EnBW ODR. v.l. Johannes Strauß, Kreisgeschäftsführer Bauernverband Ostalb-Heidenheim; Sebastian Maier, Vorstand EnBW ODR; Landwirte Günther Schöber und Georg Schröppel; Hubert Kucher, Kreisvorsitzender Bauernverband Ostalb-Heidenheim
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EnbW ODR will künftige Eingriffe kompensieren und holt dafür den Bauernverband ins Boot.

Bopfingen. Die Aufgabe der Zukunft ist es, die Landschaft nachhaltig für spätere Generationen zu gestalten. Das hat sich die EnBW ODR auf die Fahnen geschrieben und arbeitet an dieser Strategie kräftig. Bei Eingriffen in die Natur sollen nun Blühstreifen diesen Einschnitt kompensieren.

Gemeinsam mit dem Bauernverband Ostalb – Heidenheim hat die EnBW ODR nun eine Aktion auf den Weg gebracht, mit der gemeinsam mit den Landwirten dieser Weg gegangen werden soll. „Unser Ziel ist es in den nächsten drei Jahren 20 Kilometer Blühstreifen im Ostalbkreis zu schaffen,“ sagt der EnBW ODR-Vorstand Sebastian Maier.

Diese gemeinsame Aktion ist nun an der Landesstraße L 1078 zwischen Kirchheim am Ries und Bopfingen vorgestellt worden. Hier wurde nach Tiefbauarbeiten auf 700 Metern ein zwölf Meter breiter Streifen mit Sonnenblumen, Kornblumen und Ringelblumen bepflanzt.

„Die Bauern leben seit Jahrhunderten mit der Natur. Deshalb haben wir den Bauernverband ins Boot geholt,“ erklärt Maier.

Der Kreisvorsitzende des Bauernverbandes Ostalb–Heidenheim Hubert Kucher bestätigt, dass die Nachhaltigkeit der Natur Voraussetzung für eine erfolgreiche Landwirtschaft sei.

„Wir brauchen die Fläche, um Nahrungsmittel zu produzieren,“ sagt Kucher. Mit Georg Schröppel und Günther Schöber wurden zwei Landwirte gefunden, die sich bereiterklärten, an dieser Aktion mitzuwirken. So soll ein gut sichtbares Zeichen gesetzt werden, das veranschaulicht, dass die Landwirtschaft an einer ausgeglichenen Natur interessiert ist.

„Wir wollen nicht als die Insektenvernichter, sondern als Insektenvermehrer gelten,“ erklären die beiden Landwirte ihre Ambitionen. Schließlich befinden sich unter den Insekten viele Nützlinge, die als natürliche Schädlingsbekämpfer die Früchte und Ernten retten.

„Das Biotop bietet einer Vielzahl an Insektenarten ein Zuhause, die unsere Wild- und Kulturpflanzen bestäuben und so unsere Ernten sichern,“ fügt der Geschäftsführer des Bauernverbandes Ostalb-Heidenheim, Johannes Strauß, hinzu.

Eine Win-win-Situation für alle

So fänden in den Blühstreifen Schmetterlinge, Bienen und Hummeln ein Zuhause und ein breites Nahrungsangebot. Gerade im Hinblick auf die Überwinterung der Raupen und Puppen sei so auch der Fortbestand gesichert.

Kleine Säugetiere, Vögel und Reptilien fänden in den Blühstreifen einen idealen Rückzugsort und Nistplatz, ergänzte Strauß.

So entsteht bei dieser Aktion der beiden Kooperationspartner EnBW ODR und Bauernverband Ostalb-Heidenheim nicht nur eine Win-win-Situation für alle Beteiligten, sondern auch für die Verbraucher.⋌Michael Scheidle

Gehen in Sachen Biodiversität gemeinsame Wege Bauernverband und EnBW ODR. v.l. Johannes Strauß, Kreisgeschäftsführer Bauernverband Ostalb-Heidenheim; Sebastian Maier, Vorstand EnBW ODR; Landwirte Günther Schöber und Georg Schröppel; Hubert Kucher, Kreisvorsitzender Bauernverband Ostalb-Heidenheim

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