16 junge Italiener starten beruflich in Ellwangen durch

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Lara (links) und Beatrice, 19 und 18 Jahre alt, sind "sehr froh" über die Chance, die sich ihnen in Ellwangen bietet.

Die Jugendlichen haben jetzt die ersten fertiggestellten Appartements  der Europäischen Ausbildungs- und Transferakademie auf dem ehemaligen Kasernengelände bezogen.

Ellwangen. Die Verwandlung ist geglückt. Aus einem Kasernengebäude ist eine Ausbildungsakademie geworden. Ganz fertig ist der sogenannte Z-Bau auf dem Konversionsgelände zwar noch nicht. Trotzdem konnten hier jetzt 16 Teilnehmer des Projekts „Chance Ausbildung in Deutschland“ der Europäischen Ausbildungs- und Transferakademie (EATA)  einziehen.

Die Auszubildenden, die alle aus Italien kommen, bewohnen die Appartements im ersten Obergeschoss im Bauteil C. Bei einem Vor-Ort-Termin am vergangenen Montag wurden sie von den Geschäftsführer der EATA, Ulrich Nagl und Dorothea Ewers, offiziell begrüßt. Die jungen Leute verfügen bereits über gute Deutschkenntnisse und streben nun alle in - unterschiedlichen Sparten - ein mehrmonatiges Berufspraktikum an. So wie Lara und Beatrice, 19 und 18 Jahre alt, die beide "sehr froh" sind, in Ellwangen diese Chance bekommen zu haben. Die beiden jungen Frauen möchten gerne in einem sozialen Beruf Fuß fassen. 

Bei dem  Vor-Ort-Termin betonten die Verantwortlichen, dass es in Italien keine  Ausbildungskultur wie in Deutschland gebe. Deshalb seien die jungen Italiener auch so dankbar für die beruflichen Perspektiven, die ihnen die EATA eröffnet.  

Nach Ellwangen vermittelt wurden die italienischen Nachwuchskräfte von Ilia Mazzone. Sie fungierte praktisch als Bindeglied zwischen Ellwangen und Italien und hat ganz gezielt junge Erwachsene ausgesucht, die gewillt, motiviert und in der Lage sind, in der Fremde eine mehrjährige Berufsausbildung zu absolvieren. Dazu seien im Vorfeld viele Gespräche geführt worden, erklärte Mazzone. Einige Jugendliche hätten gemeinsam mit ihren Eltern Ellwangen im Vorfeld auch besucht, um sich ein Bild von der Stadt und vor allem der EATA zu machen.

Die Unterkunft hat den Italiener offenbar zugesagt. Tatsächlich sind aus den ehemaligen Soldatenunterkünften und Büros moderne Schulungsräume und Appartements geworden. Rund 200 Betten und 13 Klassenzimmer sollen nach Abschluss der Bauarbeiten in den drei Gebäuden insgesamt zur Verfügung stehen. Aktuell sind 24 Appartements fertiggestellt. Sie sind funktional ausgestattet - und verfügen alle über eine eigene kleine Kochnische und ein Bad.

Neben den jungen Italiener sind in dem fertig gestellten Bauteil C auch noch weitere zehn Jugendliche eingezogen, die zuvor in einem anderen Gebäude in der Reinhardtstraße untergebracht waren und im September eine Ausbildung in Deutschland beginnen wollen.  Und das Gebäude wird sich schnell noch weiter füllen: Bereits am 13. Oktober werden hier 40 junge Menschen einziehen, die im Rahmen des Projekt „Chance Ausbildung in Deutschland“ einen Deutsch-Intensivsprachkurs absolvieren. Bis dahin, so hoffen die Geschäftsführer Nagl und Ewers, steht dann auch zweite Obergeschoss des C-Flügels für den Einzug bereit.

Die Appartements sind funktional ausgestattet, inklusive Kochnische und Bad.
Geschäftsführerin Dorothea Ewers erläuterte den Stand der Bauarbeiten.
Die jungen Italiener wurden am Montag von den Geschäftsführern der EATA, Ulrich Nagl (links) und Dorothea Ewers (Dritte von rechts), offiziell in Ellwangen begrüßt.

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