Adelmannsfelden: Warum der Breitbandausbau stockt

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Der Breitbandausbau in Stöcken und Haid (im Bild) steht 2022 in Adelmannsfelden auf dem Plan.
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Warum ein Angebot Grundvoraussetzung ist, wie es mit dem Nahverkehr weiter gehen könnten und das Murmeltier grüßt.

Adelmannsfelden

Wie soll es weitergehen mit der Entwicklung des Nahverkehrs in Adelmannsfelden? In ihrer Sitzung besprachen die Gemeinderäte in der Otto-Ulmer-Halle die Pläne des Ostalbkreises zur Mobilitätsstrategie. Demnach fällt Adelmannsfelden im Regionalverkehr in die Kategorie II. Das bedeutet die Einführung eines Stundentakts, und dass zwischen Montag und Freitag statt 16 dann 19 Busse nach Ellwangen beziehungsweise Abtsgmünd fahren würden, samstags 18 statt wie bisher sieben und sonntags 16 statt wie bislang fünf. Bühler, Stöcken, Haid, Vorder- und Mittelwald sollen weiterhin über das Schulbusnetz bedient werden.

Bürgermeister Edwin Hahn nannte die Bushaltestelle in der Hauptstraße auf Höhe der Hausnummer 91 und 92 als geeignet für einen Umbau für einen barrierefreien Buszugang. „Das wird ein ordentliches Zuschussgeschäft bleiben“, befürchtete er.

Gemeinderätin Ulrike Schmid sagte: „Das ist ein Prozess des Umdenkens, der stattfinden muss. Unsere Generation ist doch so aufgewachsen, dass es ohne Auto nicht geht.“ Etwas, was sich nach der Realität auch in Wahrnehmung und Köpfen ändern müsse. „Wenn kein Angebot da ist, kann's auch keiner nutzen“, stimmte Ratskollege Gunther Groß zu. „Bisher kam man doch sonntags mit dem Bus nicht wirklich nach Ellwangen. Vielleicht findet da ja dann ein Umdenken statt.“

Breitbandausbau

Bei der Beseitigung der „Weißen Flecken“ im Breitbandausbau habe sich die Verwaltung entschlossen, nach mehreren Mahnungen an die bisherige Tiefbaufirma, die Zusammenarbeit zu beenden und die Arbeiten erneut, diesmal beschränkt, auszuschreiben. „Das hat uns zeitlich nun zurückgeworfen“, so Bürgermeister. Er informierte, dass das Landratsamt eine weitere Ausdehnung der zugesagten Tempo-30-Zone in der Schillerstraße abgelehnt habe, da es keinen Handlungsbedarf sehe. Ratsmitglied Ernst Kiesel hatte in der Novembersitzung einen entsprechenden Antrag gestellt gehabt. Hahn selbst sprach von einer „massiven Verbesserung“, die nun erreicht sei.

Sinn mache es, in der Förderkulisse der Kocher-Jagst-Region 2023 bis 2027 Mitglied zu werden. Seit 2015 seien innerhalb dieses Programms drei Projekte verwirklicht worden. Die Gemeinde habe absolut profitiert.

In seinem Jahresrückblick sprach der Verwaltungschef vom Täglich-grüßt-das-Murmeltier-Effekt. Immer neue Verordnungen durch die Pandemie hätten Auswirkungen auf Alltag, zwischenmenschliche Beziehungen, ehrenamtliche Organisationen, Vereine und Betriebe. „Die Verlagerung der Erfassung der örtlichen Coronafälle zu uns ins Rathaus hätte ich mir besser vorbereitet gewünscht“, sagte Hahn. „Da waren wir mit Fragen konfrontiert, auf die wir auch keine Antwort wussten. Das war alles andere als gut vorbereitet.“

Was das Jahr sonst geprägt habe: Vereinsleben auf Sparflamme, die Erarbeitung des Veranstaltungskalenders reine Makulatur, die Verleihung der Staufermedaille an Karl Wohlers. Beim Breitbandausbau sei der Startschuss gefallen, mit 90 Prozent unterstützt von Land und Bund, Glasfaser zum Gewerbegebiet Edelstrut gelegt, Tiefbauarbeiten im Bereich Breitband ein zweites Mal ausgeschrieben. Im kommenden Jahr sei zudem das Baugebiet Dollishäusle-West und die Reinwasserkammer für die Ölmühle ein großes Thema.

Eine Ausweitung des zugesagten Tempo 30 Bereichs in der Schillerstraße hat das Landratsamt abgelehnt.

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