Bauplatzpreise festgezurrt

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Schöner Ausblick: Adelmannsfeldens neues Baugebiet Dollishäusle wird konkret.

Wie differenzierte Preise im Baugebiet Dollishäusle-West junge Familien entlasten sollen und welche Risiken noch bestehen.

Adelmannsfelden

In seiner jüngsten Sitzung hat der Gemeinderat die Bauleistungen vergeben und die Richtlinien für die Vergabe der Bauplätze festgelegt. Auch deren Preise stehen nun fest.

Ein wesentlicher Punkt des Abends war die Frage nach den Bauplatzpreisen: Einheitlich oder differenziert.

Der Rat entschied sich für die differenzierte Lösung, um vor allem junge Familien zu entlasten, auch nachdem Bürgermeister Hahn die möglichen Risiken erläutert hatte.

„Beim Mehrfamilienhaus mache ich mir keine Sorgen“, erklärte Hahn. Mehrere Anfragen lägen vor. Wie groß das Interesse an der Erstellung von Reihenhäusern sei, lasse sich derzeit noch nicht einschätzen, sagte Bürgermeister Edwin Hahn.

Platz sei für ein Mehrfamilienhaus mit sechs bis acht Wohneinheiten und vier Reihenhäuser.

Das kostet die Erschließung

Die Ausschreibung dafür starte kommende Woche und Ende am 6. September.

Im schlimmsten Fall, wenn also weder Bauplätze für Reihen- noch für Mehrfamilienhäuser verkauft würden, müssten die Kosten am Ende doch auf die Familien mit Interesse am Bau eines Einfamilienhauses umgelegt werden. Das erhöhe dort den Bauplatzpreis dann um drei bis vier Euro pro Quadratmeter.

Die Gesamtkosten für die innere Erschließung, also Abwasser, Straßen, Wasserleitung, Breitband, betragen knapp 1,29 Millionen Euro, für die Äußere 37400 Euro. Das darin enthaltene Regenüberlaufbecken wird sich südlich des Baugebiets befinden.

Vergabe Bauleistungen

Mitte Juni waren die Erschließungsarbeiten ausgeschrieben worden. Das wirtschaftlichste Angebot unter neun Bietern stammt von der Firma Haag-Bau aus Neuler. Ihr Hauptangebot liegt bei rund 1,426 Millionen Euro, das Nebenangebot – ein Pauschalangebot – bei rund 1,383 Millionen Euro. Die Kostenkalkulation war bei 1,61 Millionen Euro gelegen.

Wirklich glücklich ist Adelmannsfelden Bürgermeister aber nicht mit diesem Betrag. Die Vergabesumme liege 14 Prozent unter der Kalkulation, beim letzten Baugebiet konnten 20 Prozent Unterbietung erreicht werden.

„Der Preis ist jetzt in Ordnung. Aber ich hätte mir etwas anderes gewünscht“, bedauerte Hahn. Der Rat folgte dem Vorschlag der Verwaltung und vergab den Auftrag an die Firma Haag-Bau und wählte dabei das Nebenangebot, das sich als das Wirtschaftlichste erwiesen hatte.

Der Preis ist in Ordnung. Aber ich hätte mir etwas anderes gewünscht.“

Edwin Hahn, Bürgermeister Adelmannsfelden

Was die Bauplätze im Dollishäusle nun kosten

Bei der differenzierten Version liegt der Quadratmeterpreis für Einfamilienhäuser bei 150 Euro, bei Reihenhäusern bei 200 Euro und beim Mehrfamilienhaus bei 230 Euro. Umgelegt werde diese Vergünstigung bei Einfamilienhäusern auf die Bauplätze mit der dichteren Bebauung, also Reihen- und Mehrfamilienhaus. Bei dieser Form fallen die Mehrkosten für den Bauplatz nicht so stark ins Gewicht.

Ohne die Differenzierung läge der einheitliche Preis bei 162 Euro pro Quadratmetern. Falls die Reihenhausplätze nicht veräußert werden können, kann sich der Preis um 3 bis vier Euro erhöhen.

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