Betec: Firma wird nun abgewickelt

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Die Firma wird abgewickelt, nachdem das Unternehmen den bereits zweiten Insolvenzantrag gestellt hatte.

Adelmannsfelden Die zweite Insolvenz hat zum endgültigen Aus des Umformtechnikers Betec geführt. 44 Mitarbeiter haben bereits vor einigen Wochen die Kündigung erhalten, das Unternehmen wird abgewickelt. Ende März hatte Betec zum zweiten Mal innerhalb einiger Jahre Insolvenz angemeldet, zum Insolvenzverwalter wurde Rechtsanwalt Dr. Martin Hörmann ernannt, der schon die Wagenblast-Gruppe saniert, gerettet und verkauft hatte. Bei Betec hatte er weniger Erfolg. Das hat auch, aber nicht nur mit der Corona-Krise zu tun.

Betec fertigt Komponenten aus Stahl und Aluminium, die in Anlagen und Maschinen etwa in der Autoindustrie zum Einsatz kamen. Bereits vor der Pandemie sind die Umsätze von Betec gesunken. Der Wettbewerb in der Branche ist sehr groß, der Preisdruck, vor allem durch ausländische Firmen mit niedrigerem Lohnniveau immens. Der Ausbruch der Corona-Krise hat die Situation verschärft und die Umsätze einbrechen lassen. Der geschäftsführende Gesellschafter Hans-Ulrich Sachs stellte März einen Antrag auf Insolvenz, den 44 Mitarbeitern wurde gekündigt. Da Betec nicht tarifgebunden ist und auch nicht über einen Betriebsrat verfügt, gab es auch keinen Sozialplan.

Sachs, vormals Vorstand unter anderem bei Dekra und der Schwabengarage und zudem einst Mitglied im Präsidium des VfR Aalen, war es gewesen, der Betec aus der ersten Insolvenz im Jahr 2013 gerettet und die Betec Umformtechnik GmbH neu gegründet hat. In der Folge investierte er kräftig ins Unternehmen. Nach der zweiten Insolvenz im Frühjahr hatten sich Hörmann und Sachs auf die Suche nach einem neuen Investor gemacht. Ohne Erfolg.

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