Ein Rohrbruch und die Folgen

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Die Anschlussarbeiten des neuen Baugebiets „Dollishäusle-West“ an das Wasserleitungssystem Adelmannsfeldens hat zu einem Wasserrohrbruch geführt.
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Warum im Hauptort Ende Mai das Wasser ausblieb und welche Lehren Adelmannsfelden daraus zieht.

Adelmannsfelden. Am 31. Mai war plötzlich das Wasser weg in Adelmannsfelden. Betroffen waren weite Teile des Hauptortes zwischen 8 und 15 Uhr. Der Ärger der Bevölkerung war teilweise beträchtlich, wie Gemeinderatsmitglied Ernst Kiesel in der Sitzung des Gremiums deutlich machte.

Wegen des neuen Baugebiets Dollishäusle-West musste die neue Wasserleitung in die alte eingebunden, und dafür die Fließrichtung der Wasserversorgung in den Hauptort vorübergehend umgestellt werden. Diese Maßnahme war geplant und auch vorgesehen, die Bevölkerung rechtzeitig zu informieren, damit sie sich auf eventuelle Probleme einstellen kann. „Es bestand ein gewisses Risiko, dass etwas passiert“, so Bürgermeister Edwin Hahn.

Gelaufen ist dann alles verdammt ungünstig. Von der Firma, die die Arbeiten vornahm, gab es erst am Mittwochnachmittag, allerdings nicht an das Rathaus direkt, die Info, dass umgestellt wird. Wegen Christi Himmelfahrt und dem darauf folgenden Brückentag erfuhr Hahn selbst erst am Tag vor der Umstellung davon. Er versuchte, „das noch umzubiegen“, den Termin zu verlegen, um die Bürgerschaft zuvor informieren zu können. „Doch Gegenargument der Firma war unter anderem, dass dann eine erneute Wasser-Beprobung mit entsprechenden Mehrkosten nötig geworden wäre.“ Um übers Gemeindeblatt, „mit dem wir noch immer die meisten Bürger gut erreichen“ die Bevölkerung über eventuelle Probleme aufzuklären, war's zu spät. Da half nur hoffen, dass es gut geht. Leider brach dann in der „Klinge“ doch eine Leitung und das Wasser war in vielen Haushalten weg.

„Wir hätten zumindest große Wasserverbraucher wie Metzgereibetrieb oder Friseure noch telefonisch vorher informieren müssen“, räumte Hahn ein. Das Ganze sei sehr unglücklich gelaufen, werde sich aber nicht mehr wiederholen. Ulrike Schmid sagte, über Whatsappgruppen hätten sich sicherlich noch manche warnen lassen. Ernst Kiesel meinte: „Ich wäre auch von Haus zu Haus gegangen und hätte die Leute informiert.“

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