Gemeinde in den Startlöchern

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Im Hauptort von Adelmannsfelden gibt es eine Vielzahl von „hellgrauen Flecken“. Die Gemeinde stellt nun die Förderanträge für diesen Abschnitt des Breitbandausbaus.
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Warum die Adelmannsfeldener Verwaltung die Förderanträge für die „grauen Flecken“ jetzt schon einreicht.

Adelmannsfelden. Adelmannsfelden macht's ein bisschen anders als die anderen. Die Gemeinde hat die Planungsleistungen für die Förderanträge - Thema Breitbandausbau „Graue Flecken“ – vom allgemeinen Prozedere abgekoppelt und vorgezogen. Damit's schneller geht und sich Adelmannsfelden die hohe Förderung von Bund und Land sichern kann, solange die entsprechenden Töpfe noch gefüllt sind. „Wir sind in den Startlöchern. Die Förderanträge sind fertig“, sagte Bürgermeister Edwin Hahn in der Sitzung des Gemeinderats am Dienstagabend.

„Hellgraue Flecken“ der Gemeinde im Blick


Konkret geht’s um die „hellgrauen Flecken“, also die Bereiche, die bislang nur mit weniger als 100 Megabit pro Sekunde im Download versorgt sind. „Wir haben auch dunkelgraue Flecken, da die Telekom 2019 drei Unterverteiler gesetzt hat.“ Die betroffenen Bereiche seien daher beim Markterkundungsverfahren in die Kategorie der „dunkelgrauen Flecken“ gerückt, „obwohl die Realität oft anders aussieht“, so Hahn, die Leistung über 100 Megabits oft nicht erreicht werde.

530 Adresspunkte sollen angebunden werden

In der Sitzung hat Nathalie Hess vom Westhausener Büro Geo Data die Planungen erläutert: In Adelmannsfelden, Ottenhof und Dollishäusle zusammen seien es im Markterkundungsverfahren 530 Adresspunkte. „85 davon sind bereits mit FTTB versorgt beziehungsweise FTTB ist vorbereitet. Knapp 300 Adressen werden nun insgesamt in die Förderung der „hellgrauen Flecken“ eingebracht.“ Dazu zählten auch 19 „dunkelgrauer Flecken“. Hier handle es sich um Unternehmen oder sogenannte sozioökonomische Schwerpunkte wie Feuerwehr oder Rathaus. Diese würden vorgezogen.

„Wir nutzen die Trassen der „weißen Flecken“. Nichts wird ein zweites Mal aufgerissen. In Bereichen mit „dunkelgrauen Flecken“ schauen wir, dass wir aus dem öffentlichen Bereich rauskommen, also bis zu einem Meter ins Grundstück legen, damit man später, wann das aktuell wird, nicht nochmal durch den Gehweg muss“, erklärte Hess. Auf 6,5 Kilometern würden Tiefbauarbeiten erforderlich, auf 2,7 Kilometern sei ein Kabeleinzug in bestehende Rohre möglich. Die Kostenschätzung liege bei 2,78 Millionen für den Ausbau, die Förderung dürfte bei 2,34 Millionen – was rund 85 Prozent entspricht - liegen.

Bliebe für die Gemeinde ein Anteil von 440 000 Euro. Rund 130 000 Euro davon könne Adelmannsfelden im Lauf der Jahre über die Pacht wieder zurückbekommen.

Seien die „hellgrauen Flecken“ mit den jetzigen Förderprogrammen von Bund und Land abgearbeitet, gehe es im nächsten Jahr mit allem, was auf Kupferdoppelader laufe, weiter. Das seien 145 Adresspunkte an „dunkelgrauen Flecken“ in Adelmannsfelden, Dollishäusle und Ottenhof, die für 2023 noch blieben. Ob es dann noch Fördermöglichkeiten gebe, sei schwer zu sagen, sagte Nathalie Hess.

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