Gemeindewald: Zuschüsse fehlen noch immer

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Der Adelmannsfelder Gemeindewald steht nach wie vor gut da.

Warum der Adelmannsfelder Gemeindewald gut dasteht und was die Aufgaben in 2022 sind.

Adelmannsfelden. Wie es um den Adelmannsfelder Gemeindewald bestellt ist, das berichtete Revierleiter Tilman Pfeifle in der Otto-Ulmer-Halle, als sich die Gemeinderäte zur Jahresschlusssitzung trafen. „Wir hatten Landeszuschüsse für eine nachhaltige Waldwirtschaft beantragt. Das hat aber nicht geklappt.“ Die Anträge seien vom Regierungspräsidium Freiburg nicht bearbeitet worden. Dort herrsche nach der Forstreform großer Personalmangel. Auch für das kommende Jahr sei bisher keine Auszahlung zugesagt.

Dürrejahre gut überstanden

Mit 18,8 Hektar Gemeindewald – im Vergleich zu 450 Hektar Privatwald auf der Gemarkung – sei das Gebiet überschaubar. 2022 sei geplant, 150 Festmeter Holz zu schlagen. „Damit liegen wir etwas über den jährlichen Durchschnitt.“ In diesem Jahr seien es 135 Festmeter gewesen.

Der Adelmannsfelder Gemeindewald sei von Sturm, Dürre und Käferbefall in den vergangenen Jahren weniger stark betroffen gewesen. „Die Dürrejahre 2018 und 2019 hat unser Wald hier gut überstanden.“ Andernorts seien ganze Waldstriche abgestorben.

Borkenkäfer kein Problem

Auch der Borkenkäfer sei kein Problem. Den Grund dafür sah der Fachmann im hohen Kiefernanteil und dass eine gute Durchmischung vorherrscht. Monokulturen seien sehr viel anfälliger. Dadurch, dass Dürre und Käferbefall den Holzmarkt mit Material überschwemmt hatten, sei der Preis ordentlich gefallen. „Deswegen hatten wir uns 2020 ziemlich zurückgehalten und lieber abgewartet, bis die Preise nun wieder angestiegen sind“, erläuterte Pfeifle.

Lob für den Bauhof

Im „Finkenhau“ seien Blößen bepflanzt worden. Die kleinen Nadelbäume seien zu 100 Prozent angewachsen. In diesem Zusammenhang gab es von Pfeifle ein großes Lob an den örtlichen Bauhof. Fürs kommende Jahr sei die Durchforstung des Gemeindewalds „Herzert“ bei Haid an, Jungsbestandspflege im „Stock“ und das „Ausmähen“ der Flächen um die 2021 gepflanzten kleinen Douglasien im „Finkenhau“.

Im Januar komme ein Vollernter zum Einsatz. Kalkuliert habe er rund 10 000 Euro an Einnahmen und gut 5000 Euro an Ausgaben im Jahr 2022.

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