Grandioses Jubiläumskonzert

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Der Musikverein Pommertsweiler und Organist Simon Holzwarth haben am Sonntag in der Adelmannsfeldener Nikolauskirche ein hervorragendes Jubiläumskonzert gegeben. Foto: glo
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Simon Holzwarth an der Orgel und das Blasorchester des Musikvereins Pommertsweiler brillieren in Symbiose.

Adelmannsfelden

Am Schluss des Jubiläumskonzertes in der Nikolauskirche in Adelmannsfelden hat die Zugabe dem sowieso schon grandiosen Jubiläumskonzertes die Krone aufgesetzt. Die Toccata und Fuge in D-Moll von Johann Sebastian Bach, in Verbindung mit einem spielfreudigen Musikverein, hat die Besucher regelrecht von den Bänken springen lassen und stehende Ovationen nach sich gezogen.

Da wünscht man sich doch glatt ein ganzes Bach-Konzert, wenn solch eine Symbiose eingegangen wird wie zwischen dem MV Pommertsweiler und Organist Simon Holzwarth. „Jesus bleibt meine Freude“, so der Titel des Konzerts, dürfte also noch lange auch für Freude bei den Zuhörern sorgen.

Eigentlich hätte das Konzert bereits im vergangenen Jahr stattfinden sollen – zum 100-jährigen Jubiläum. Aber wegen der Einschränkungen konnte es leider nicht stattfinden. Doch dieses Jahr hat es geklappt und so konnten, dichtgedrängt auf der Empore bis knapp an die Orgel, die Pommertsweiler Musikerinnen und Musiker ihre Plätze einnehmen und Organist Simon Holzwarth regelrecht auf seiner Orgelbank einkesseln. Der war früher selbst aktiver Musiker in Pommertsweiler und hat sich inmitten seiner Kameradinnen und Kameraden sehr wohl gefühlt. Eröffnet haben die Trompeter den Abend in der Nikolauskirche mit „Celebration Fanfare“ von Satoshi Yagisawa und damit gleich den passenden Einstieg in einen wunderbaren Konzertabend geschaffen. Orgel und Blasorchester, eine nicht alltägliche Kombination, hat mit den ausgewählten Stücken verschiedener Musikrichtungen hervorragend funktioniert.

Johann Sebastian Bachs „Jesus bleibt meine Freude“ hat ebenso für Begeisterung gesorgt wie Georg Friedrich Händels Orgelkonzert in B-Dur und die Genialität Holzwarths hervorgehoben. Mit Leidenschaft für das Instrument und scheinbarer Leichtigkeit fliegen seine Finger über die Tasten, lassen die Orgel in der Kirche in ihrer ganzen Fülle erklingen und den Raum gänzlich ausfüllen.

Auch Simone Kiesel hat sich und ihre Musikerinnen und Musiker voll eingebracht, die Orgel mit den Instrumenten des Musikvereins lückenlos ergänzt, obwohl die wegen des begrenzten Platzes in kleinerer Formation besetzt waren. Der Abend scheint schwerelos dahinzugleiten angesichts der Klänge, die von der Empore kommen. Auch einige Besucher hat es dorthin verschlagen, die Meisten sitzen aber unten im Kirchenraum und lauschen den Ausführungen der Dirigentin, die durch den Abend führt.

Und am Ende dann die besagte Zugabe mit einem der wohl bekanntesten Werke Bachs. Der Toccata. Doch in der Kombination Orgel – Blasorchester war das ein völlig neues und erfrischende Erlebnis, was die Zuhörer zu Begeisterungsstürmen hinriss. ⋌Uwe Glowienke

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