Im Eiltempo in trockene Tücher

Wie Bürgermeister Hahn das Verfahren beschleunigt und was dabei für Unmut sorgte.

Adelmannsfelden. Schnell gehen soll's mit dem Ausbau dem Breitbandausbau der Grauen Flecken in Adelmannsfelden. Und vor allem soll's klappen mit der 90-Prozent-Förderung – aufgeteilt zwischen Bund und Land. „Deswegen sollten wir möglichst schnell den Förderantrag einreichen, damit wir da nicht Gefahr laufen, unten durchzufallen.“

Daher hat sich Bürgermeister Edwin Hahn entschieden, die Vorgehensweise zu ändern. Und die Ausschreibung der Planungsleistungen für die Förderanträge abzukoppeln und vorzuziehen. Das Breitbandkompetenzzentrum habe dafür eine beschränkte Ausschreibung empfohlen. Sechs Angebote sind eingegangen.

Mit knapp 7300 Euro das Günstigste stammt von dem Westhausener Ingenieurbüro Geo Data, das am Dienstagabend in der Sitzung des Gemeinderats dann auch den Auftrag erhielt. Extra in den Gemeinderat muss das Thema dafür dann nicht mehr. Hahn rechnet bei der Beseitigung der Grauen Flecken mit Kosten zwischen drei und vier Millionen Euro. „Hier haben wir zwar nicht mehr so die weiten Strecken zu verlegen wie bei den Weißen Flecken in den kleinen Teilorten, da es zu großen Teilen um den Hauptort geht, doch da das unter Asphalt ist, wird es kostspielig, das dann alles wieder herzustellen nach dem Verlegen des Glasfasers.“

Umso wichtiger ist es, dass es mit der Förderung klappt. „Beim Thema Breitband wissen nicht mal die Götter, wie sich das entwickelt.“ Deswegen geht’s dem Verwaltungschef darum, die Förderung im Eiltempo in trockene Tücher zu bekommen.

Unmut bei den Räten

Durch die hohe Auftragssumme sei es Pflicht, ein Anwaltsbüro für die Verfahrensbegleitung zu beauftragen, informierte der Bürgermeister. Er habe bei fünf Büros angefragt, eine Submission sei hier nicht nötig, doch die zusätzlichen Kosten ärgerlich. Nach der Vergabe der Arbeiten ende die anwaltliche Begleitung, versicherte der Verwaltungschef den Räten. Unmutsäußerungen gab's dennoch aus deren Reihen. Diese Vorgabe sei ein unnötiges Verkomplizieren, eine Verschwendung von Steuergeldern und eine Verhöhnung der angekündigten Vereinfachung der Verfahrensweisen bei Baumaßnahmen.⋌pe

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