Knappe Entscheidung für Edelstahlbehälter

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Nach sechs Jahrzehnten hat der Adelmannsfelder Wasserturm ausgedient. In welcher Form nun Ersatz für den Hochbehälter kommen soll, das hat der Gemeinderat jetzt entschieden.
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Welcher Ersatz für den Wasserturm nun kommen soll. Und warum die Ratsmitglieder geteilter Meinung sind.

Adelmannsfelden

Dass Adelmmannsfelden einen Ersatz für seinen Wasserturm braucht, ist längst klar, beschlossene Sache. Doch wie macht man's genau? Welche Bauweise, Größe, Ausführung und Form? Und wohin genau? Das haben die Mitglieder des Gemeinderats rund zwei Stunden besprochen. Und dann – trotz recht geteilter Meinung – Nägel mit Köpfen gemacht.

Der Rat hatte die Ostalbwasser Ost darum gebeten gehabt, nichts im Vorfeld auszuschließen, um wirklich herausfinden zu können, was für Adelmannsfelden und den Standort die wirklich beste Lösung ist, der Technische Ausschuss im März vorberaten. Dass 700 Kubikmeter Speichervolumen einfach ein Muss sind, - „darunter dürfen wir auf keinen Fall gehen“, so Lorenz Eitzenhöfer von der OWO - , um die Versorgung sicherzustellen, ist eine klare Sache und Grundlage für die weitere Entscheidung. Eitzenhöfer hat am Mittwochabend den Mitgliedern des Gemeinderats vier mögliche Varianten vorgestellt: einen Stahlbetonbehälter mit leichtem Zugang zu den Wasserkammern, kleinerem Betriebsgebäude, Sichtkontakt zum Wasser, rund einem Jahr Bauzeit und Gesamtkosten von ungefähr 1,06 Millionen Euro.

Variante Zwei: Ein Edelstahl-Systembehälter mit eingeschränktem Zugang, kaum Sicht aufs Wasser und keinem Zugang in den Behälter, was für die Sicherung der Wasserqualität aber von Vorteil ist. Eine integrierte Anlage übernimmt hier die Reinigung. Auch in Sachen Dichtigkeit biete die Edelstahl-Variante gegenüber dem Stahlbeton einen Vorteil, so Eitzenhöfer. Allerdings brauche es eine größere Gebäudehülle in Holzständerbauweise. In verputzter Version beliefen sich die geplanten Kosten auf 1,23 Millionen, die Bauzeit auf neun Monate.

Mit einem halben Jahr am schnellsten umzusetzen wäre Variante Drei, ein PE-Röhrenbehälter, eine Idee, die Bauhofchef Hermann Bareis ins Spiel gebracht hatte. Die Fakten hierzu: eingeschränkter Zugang, kein Gesamtüberblick über die Wasseroberfläche, aber eine porenfreie Oberfläche, die leicht zu reinigen ist. Allerdings würde das Bauwerk inklusive Erdabdeckung 48 lang und über 26 Meter breit werden, da vier Röhren nötig wären. Kosten: 1,18 Millionen. Da die Nachteile überwiegen, schlossen die Räte diese Variante relativ zügig aus. Nicht wirklich infrage kam auch Variante Vier. Ein Edelstahlbehälter an einem alternativen Standort auf der nördlichen Seite des Eschenwegs. Die Nachteile hier: mit 1,34 Millionen die höchsten Kosten, lange Leitungsanbindungen sind nötig und das Gelände liegt einige Meter tiefer. Schlecht - da ja, „je höher desto besser“ gilt, schon allen wegen des Drucks.

Knappes Votum

Klar für die Räte ist: Photovoltaik drauf, wo immer es geht. Die Empfehlung der Verwaltung: die Ausführung in Edelstahl und ein Standort westlich des Wasserturms. Vier Räte stimmten gegen diesen Vorschlag, hätten gerne die Mehrkosten im Vergleich zur Ausführung in Stahlbeton eingespart. Mit sechs Ja-Stimmen für den Edelstahl-Systembehälter ist dieser nun beschlossene Sache. Was den Standort anbelangt, hat Bürgermeister Edwin Hahn nun aber die Aufgabe abzuklären, ob sich ein geeignetes Grundstück östlich des Turms aufkaufen lässt. Erst wenn hier Klarheit herrscht, wird über die Position des Hochbehälters entschieden.

Unter 700 Kubikmeter dürfen wir auf keinen Fall gehen.“

Lorenz Eitzenhöfer, Ostalbwasser Ost

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