Pumptrackanlage ist nur mit Förderung möglich

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Der Wunsch nach einer Pumptrackanlage ist bei Jugendlichen in Adelmannsfelden groß. In ihrer Sitzung überlegten die Gemeinderatsmitglieder, was es für Lösungen geben könnte. Eine war, ob hier auf dem Schulhof etwas Kleines möglich wäre.
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Jugendliche zwischen zwölf und 21 Jahren geben dem Gemeinderat großen Wunschzettel mit.

Adelmannsfelden. Was wünscht sich die Adelmannsfelder Jugend? Das war der wichtigste Tagesordnungspunkt der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend: Die Ratsvertreter diskutierten intensiv die Ergebnisse der ersten Adelmannsfelder Jugendfragerunde am 13. April. Damals kamen 49 der 183 Adelmannsfelder Jugendliche zwischen zwölf und 21-Jahren zu Wort.

Der Hauptwunsch der Jugendlichen sei ganz klar eine Pumptrackanlage, sagte Bürgermeister Edwin Hahn. 183 Kinder und Jugendliche hatte die Verwaltung im Anschluss an die Jugendfragerunde angeschrieben, um den Bedarf konkret abzuklopfen. 49 Rückmeldungen kamen. Die meisten eindeutig für eine solche Anlage im Ort. „Jetzt ist das Thema da. Irgendwas müssen wir machen“, sagte Ratsmitglied Jürgen Wemmer. Die Verwaltung hatte bereits Varianten, Ausführungen und grobe Kosten zusammengetragen: Neuler hat eine geschotterte Dirt-Track-Anlage für rund 50 000 Euro, in der aber viel Eigenleistung steckt, Westhausen eine 1000-Quadratmeter-Asphaltanlage, die rund 80 000 Euro kostet.

Pumptrack-Anlage kostet mindestens 100 000 Euro

Allerdings musste die Gemeinde weder ein Grundstück dafür aufkaufen, noch dieses entsprechend aufwendig herrichten. Da in Adelmannsfelden nichts Vergleichbares in Gemeindebesitz ist, lägen die Kosten locker über der 100 000-Euro-Marke. Etwas, das ohne Bezuschussung für Adelmannsfelden schlicht nicht möglich wäre. Die könnte es - wenn - dann nur über das Leader-Förderprogramm geben. Und ob es die Jagstregion in die neue Leader-Förderkulisse schafft, steht erst in einigen Monaten fest. „Das wäre für uns die Voraussetzung, dass wir das versuchen können“, stellt Hahn die finanzielle Seite dar.

Ein Vorschlag war, den „Dreispitz“, den Platz zwischen den beiden Fußballfeldern, für eine Pumptrackanlage zu nutzen. Das Ausmessen habe ergeben: zu klein. Hahns Vorschlag: „Wir chartern einen Bus und bieten erst mal Fahrten zu guten, bestehenden Pumptrackanlagen für unsere Jugendlichen an.“ Auch eine begleitete Radtour zur Anlage in Abtsgmünd als Ferienprogramm sei eine Möglichkeit, ergänzte Gemeinderätin Ursula Berroth. Kollege Beck überlegte, ob nicht auf dem Schulhof wenigstens etwas Kleines möglich wäre.

Mountainbiker wollen Trails

Auch Mountainbiketrails bei der Burghardsmühle standen auf dem Wunschzettel der Jugendlichen. Hier führte Hahn einige „Haken“ auf: Erstens: Die Burghardsmühle gehört zur Gemarkung Neuler. In diesem Bereich ist Adelmannsfelden raus. Zweitens: Solche Trails auszuweisen sei nicht einfach. Die Verwaltung habe sich das angeschaut, ob nicht an anderer Stelle etwas möglich wäre. Doch: „Uns gehören nur 19 Hektar. Und die sind auf sehr viele Stellen verteilt.“ Diese seien oft nu r „ein Handtuch“ groß und Mountainbiker könnten damit schlichtweg nichts anfangen.

Ein weiteres Anliegen der Kinder: ein zweites Tor für den „Dreispitz“, damit dort Fußballbegeisterte besser kicken können. Hahn hat mit dem sportlichen Leiter des Turnsportvereins gesprochen. „Hier wird sich in absehbarer Zeit was tun“, versprach der Verwaltungschef. Am Wunsch „stabilere und schnelle Breitbandverbindung“ sei die Gemeinde dran. Im Hauptort sei das erst mit einer Förderung durch Bund und Land möglich. „Die Vorbereitungen für diesen Antrag laufen“, so der Bürgermeister. Panja Tillmann-Mumm

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