Zwei Jahrzehnte besonnene Rätin

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Bürgermeister Edwin Hahn hat Gemeinderätin Ursula Berroth die Ehrennadel des Gemeindetages in Silber verliehen.
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Der Gemeindetag zeichnet Ursula Berroth mit der Ehrennadel in Silber aus.

Adelmannsfelden. „20 Jahre im Gemeinderat – das ist ein Wort“, so Adelmannsfeldens Bürgermeister Edwin Hahn. In der Sitzung des Rats am Donnerstagabend ehrte er Ursula Berroth und verlieh ihr die Ehrennadel des Gemeindetages in Silber für zwei Jahrzehnte engagierte Mitgliedschaft im Gremium.

Fast auf den Tag genau vor 20 Jahren, am 28. Januar 2002, war Berroth als junge Mama für Adolf Berroth im Gemeinderat nachgerückt – und begleitet die Kommune seitdem mit ihrer gewissenhaften Arbeit. Sanierung und Bau der Otto-Ulmer-Halle, 2014 die Frage, ob Adelmannsfelden eine autarke Wasserversorgung haben soll, so einige Abwasserbaustellen, der Kindergartenausschuss, 2006 schwierige Diskussionen über eine Straße im Gewerbegebiet Edelstrut: Es war einiges, was sich getan hat in den zwei Jahrzehnten in Ursula Berroths bisheriger Zeit als Adelmannsfelder Gemeinderätin. „Es sind immer besonnene und sachliche Redebeiträge, aber auch eine klare Meinung“, attestierte der Verwaltungschef. Mit ihrer ausgleichenden Art habe die Ratskollegin immer wieder für Kompromisse gesorgt, mit ihrer „Frauensicht“ immer wieder wichtige Impulse eingebracht. Die Ehrung sei in hohem Maße verdient und angebracht: „Liebe Ursel: Dankeschön!“

„Das ist ein bereichernde Tätigkeit“, sagte Berroth. „Man bekommt einen anderen Blick auf die Dinge.“ Und so vielfältig seien die Themen, mit denen man konfrontiert sei. Egal, ob es nun um die Bewirtschaftung des Gemeindewaldes, die Erschließung eines neuen Baugebietes, Haushaltspläne, öffentlichen Nahverkehr, den Aufbau der Partnerschaft mit Bagnara di Romagna oder die Erstellung des Heimatbuches ging.

Dass die Öffentlichkeit oft vorschnell über im Rat gefasste Beschlüsse urteile, sei sehr schade. „Manchmal muss man bestimmte Entscheidungen treffen. Der Teufel steckt oft im Detail und die Dinge sind nicht so einfach, wie sie scheinen.“ Sie würde sich freuen, wenn mehr Zuhörer in die Sitzungen kämen und sich selbst ein Bild machten. Sehr bedauerlich sei, „dass wir noch immer - wie vor 20 Jahren - nur zwei Frauen im Gremium sind.“

⋌Panja Tillmann-Mumm

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