Aktion „unbehindert unterwegs“ gegen Falschparker

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Mitglieder des Inklusionsbeirats Ellwangen bei der Aktion „unbehindert unterwegs“ vor der Postfiliale in der Brauergasse. Von links: Anna Schnabel, Thomas Bieg, Beauftragte für Inklusion und Senioren Annette Diessner, Wolfgang Kuhn, Matthias Kümpflein.

Der Inklusionsbeirat ging wieder auf die Straße, um Hindernisse aufzuzeigen.

Ellwangen. Schon zum zweiten Mal gingen Mitglieder des Ellwanger Inklusionsbeirats (IBR) für einen Vor-Ort-Termin der Aktion „unbehindert unterwegs“ auf die Straße. Auf die Straße im wahrsten Sinne des Wortes. Denn bei der Aktion geht es unter anderem auch darum aufzeigen, wie schnell durch unachtsam bis rücksichtslos parkende Autos Alltagsbarrieren für Menschen mit Behinderung entstehen können. Manche davon durchaus gefährlich. In Kooperation mit dem Ordnungsamt will der IBR mit „unbehindert unterwegs“ mit VerkehrsteilnehmerInnen vor allem ins Gespräch kommen. Und aufklären.

So wie vor der Ellwanger Postfiliale in der Brauergasse 1. Dort parken ebenso regelmäßig wie verboten AutofahrerInnen so an oder auf dem Gehweg, dass für Menschen in Rollstuhl, mit Rollator oder Kinderwagen nur noch schlecht Durchkommen besteht. Wie dies aussehen kann, zeigten Mitglieder des IBR bei der Aktion auf – und fragten zugleich nach den Motiven der behindernden ParkerInnen. „Nur kurz“ war eine häufige Ausrede. Ansonsten nannten die Befragten Gründe wie „Wenn ich auf der Straße halte, bin ich ja den Autos im Weg!“ Es gebe zu wenig Parkplätze in der Innenstadt, so auch die Kritik in Richtung Stadt.

Insgesamt wurden 17 AutofahrerInnen und 3 FahrrradfahrerInnen vor der Post angesprochen. Ordnungsgemäß gehalten hatte aus jeder Gruppe einer. Das heißt: Die Autofahrerin stand ordnungsgemäß auf der Straße und nicht auf dem Gehweg. Und der Fahrradfahrer stellte seinen Drahtesel nicht mitten auf dem Gehweg oder direkt vor dem Briefkasten ab, sondern sorgfältig ganz an der Mauer. In beiden Fällen blieben der Gehweg, der Zugang zum Briefkasten und der Eingang zur Post selbst frei zugänglich. Die meisten der übrigen VerkehrsteilnehmerInnen zeigten sich erfreulicher Weise einsichtig; elf parkten um.

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