Barocke Musikwerke in strahlendem Glanz

  • Weitere
    schließen
+
Gernot Stepper, Benedikt Nuding, Klara Baszun, Diana Meyer und Ulrich Widdermann (von links) boten ein feines Klassikkonzert in der Basilika, das die Gäste begeisterte.
  • schließen

Kreuzgang-Konzert in der Basilika sorgt für ein emotionales Erlebnis. Was gespielt wurde.

Ellwangen. Ein Konzert für Klassikgenießer wurde mit dem Kreuzgang-Konzert in der Basilika geboten. Es erklangen barocke und frühklassische Kammermusikwerke, gespielt von Lehrern der Städtischen Musikschule und Stiftskantor Benedikt Nuding.

Lange mussten die Freunde klassischer Musik darauf verzichten. Denn die Corona-Pandemie machte Konzertveranstaltungen bislang unmöglich. Umso mehr genossen die Besucher in der gut gefüllten Basilika die Konzertdarbietung, die alles bot, was gute Klassik ausmacht. Weil zeitgleich im Kreuzgang noch die Ausstellung von Hans Schnepf stattfindet und die Abstandsregeln nicht eingehalten werden konnten, verlegte man den ursprünglichen Konzertort kurzerhand in die Basilika. Auch dort entfaltete sich ein prächtiges Klangbild.

Diana Meyer an der Blockflöte, Ulrich Widdermann an der Violine, Klara Baszun am Fagott, Gernot Stepper an der Querflöte und Stiftskantor Benedikt Nuding am kleinen transportablen Orgelpositiv musizierten auf sehr hohem Niveau, wie aus einem Guss. Zu Gehör gebracht wurde zu Beginn Joseph Bodin Boismortiers Konzert G-Dur und das Opus XXI Nr.3. Dabei zogen festliche Klänge ins Gotteshaus ein. Lebhaft, flüssig und bewegt wurde das Werk vorgetragen. Ein echter Ohrenschmaus. Georg Philipp Telemanns Quartett e-moll für Flöte, Violine und Basso Continuo gliederte sich in ein ruhigeres Adagio, ein flottes Allegro und ein sanftes Dolce-Arrangement. Fein aufeinander abgestimmt ertönten die Melodien. Sauber in der Intonation und Ansprache.

Ein weiteres Meisterwerk hatten sich die Musiker mit Antonio Vivaldis Concerto g-Moll für Blockflöte, Flöte und Basso Continuo ausgesucht. Hier gab Diana Meyer die Melodie und den Takt vor. Gernot Stepper an der Querflöte und Klara Baszun am Fagott erwiderten die Vorgaben im harmonischen Wechselspiel. Benedikt Nuding bildete das Fundament am Orgelpositiv. Ausdrucksstark und facettenreich erklangen dabei die Töne und weckten Emotionen. Mit lang anhaltendem Applaus würdigten die Gäste die Konzertdarbietung und die Musikerinnen und Musiker am Ende. Die Musikgruppe ließ sich nicht lange bitten und spielte darauf nochmals das Allegro von Joseph Bodin de Boismortier voller Elan und mit großer Spielfreude.

Achim Klemm

Zurück zur Übersicht: Ellwangen

WEITERE ARTIKEL