Besinnliches vom Heeresmusikkorps

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Das Heeresmusikkorps Veitshöchheim gastierte am Dienstagabend mit einem Benefizkonzert in der Evangelischen Stadtkirche. Foto: sab
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Drei Ensembles der Veitshöchheimer beeindruckten in der Ellwanger Stadtkirche.

Ellwangen. Statt mit dem ganz großen Ensemble, das den gesamten Altarraum der evangelischen Kirche füllte, war das Heeresmusikkorps Veitshöchheim zum Advents-Benefizkonzert mit drei kleinen Ensembles und insgesamt 13 Musikern nach Ellwangen angereist. In der voll besetzten Kirche freuten sich die Zuhörer nach zweijähriger Vakanz mit exquisiter Musik in die kommende besinnliche Zeit eingestimmt zu werden. Wer könnte dies besser als die Musiker der Bundeswehr, die zu vielen unterschiedlichen Anlässen spielen und über ein immenses Repertoire verfügen.

Ebenso Tradition ist es, dass die Spenden des Benefizkonzerts zwischen dem Veranstalter und dem Bundeswehrsozialwerk aufgeteilt werden. Hausherr und Pfarrer Martin Schuster möchte seinen Anteil dieses Jahr dem ambulanten ökumenischen Hospizdienst zukommen lassen, der dieses Jahr 25-jähriges Jubiläum hat und schwerkranke und sterbende Menschen begleitet.

Torsten Schäufele vom Bundeswehrsozialwerk spendete an die Aktion „Soldatenkinder“, explizit für Familien mit behinderten Kindern. Durch das anderthalbstündige Konzert führte als Moderator Stabsfeldwebel Sven Hippele und seine Kollegin Valerie Walter. Diese Adventszeit, meinte Hippele, sei mit 26 Tagen lang. Tage, um sich etwas Gutes zu tun. Er hoffte, mit der Musikauswahl gehe den Zuhörern Geist und Ohren auf. Dieses Versprechen hielt das Ensemble.

Mit einem jubelnden Halleluja aus dem Oratorium des Messias von Georg Friedrich Händel gaben die Blechbläser gleich ein ganz starkes Stück auf die Ohren. Auch das zweite Stück „Einzug der Königin von Saba“ war nicht weniger beeindruckend. Weitaus feinere Töne, die sich wie edle Perlenschnüre aneinander reihten, hatte das Holzbläsertrio im Repertoire. Barocke, festliche Klänge ließen Querflöte, Bassetthorn und Oboe erklingen. Nach englischen Weihnachtsliedern machten die Holzbläser dem vierköpfigen Saxophon-Ensemble am Altar Platz. Ihr Part war der, die besinnliche Zeit herauf zu beschwören. Mit einem Orgelkonzert von Bach, das ursprünglich von Antonio Vivaldi stammt, ließen die vier Instrumente einen vielfältigen Klangteppich erschallen, der den eigentlichen Orgelklängen ebenbürtig war. Nachdenklich stimmte das Stück „Sarajewo“. Hier wurde mit klagenden Tönen das damalige Kriegsgeschehen in Erinnerung gebracht.

Aus Dankbarkeit für den musikalischen Hochgenuss rieselten nur Scheine in die Spendenkörbe der Soldaten. ⋌

⋌Sabine Freimuth

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