Bucher Stausee: Vandalen zerstören Lebensraum der Tier- und Pflanzenwelt

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Bucher Stausee Vorbecken Drohne

Der gesamte Bestand der Fische und Kleinstlebewesen auf einer Fläche von rund fünf Hektar wurde mit einer Wassermenge von etwa 80.000 Kubikmetern abgeschwemmt.

Rainau-Buch. Wie die Polizei am Montag berichtet, haben Vandalen einen wichtigen Lebensraum der Tier- und Pflanzenwelt am Bucher Stausee zerstört. Vermutlich in der Nacht auf Samstag oder in der Nacht auf Sonntag wurde am Stausee Buch das Vorbecken durch bislang Unbekannte komplett abgelassen.

Der gesamte Bestand der Fische und Kleinstlebewesen auf einer Fläche von rund fünf Hektar wurde mit einer Wassermenge von etwa 80.000 Kubikmetern abgeschwemmt. Der Ruhe- und Rückzugsbereich der dort überwinternden Zugvögel sowie der dort rastenden und durchziehenden Entenpopulationen wurde vorerst zerstört. Zudem wurde ein erheblicher Schlammabfluss in den erst vor kurzem sanierten Stausee Buch festgestellt. Der Lebensraum der seltenen Tiere, deren Schongebiet und Rückzugbereiche wurden ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen, berichtet die Polizei weiter. Des Weiteren stellt das Vorgehen eine Straftat gegen das Bundesnaturschutzgesetz dar. Der entstandene Schaden am Tierbestand kann derzeit noch nicht beziffert werden.

Wer in diesem Zeitraum Feststellungen und verdächtige Personen an der dortigen Brücke vom Vorbecken in den Stausee Buch am Öl- und Schmutzfang gemacht hat, möge dies bitte der Polizei Ellwangen mitteilen. Telefon: (07961) 9300

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