Bürgermeisterwahl Tannhausen: Anpacker gesucht 

+
Die Interessengemeinschaft „Tannhausen - fit für die Zukunft“ steckt hinter der ungewöhnlichen Kampagne „Mach's fabelhaft... werd' Bürgermeister*in in Tannhausen“.
  • schließen

Wer hinter der ungewöhnlichen Kampagne in der Gemeinde steckt und warum sie ins Leben gerufen wurde.

Tannhausen. Es sind elf Leute. Alle Tannhäuser. Aus ganzem Herzen. Als Bürgermeister Manfred Haase im Januar bekannt gegeben hatte, dass er nicht mehr für eine weitere Amtsperiode antreten wird, war bei einigen der Gedanke da: Okay. Jetzt gilt es. Jetzt ist es Zeit, Weichen zu stellen für die Zukunft. Für Tannhausen das Beste was nur irgendwie geht, herauszuholen.

Einige Gemeinderäte und andere aus der Bürgerschaft haben sich zu einer Interessengemeinschaft zusammen getan. Nur gegründet für die Suche „mehrerer guter Kandidaten“ für den Bürgermeisterposten. Damit Tannhausen wirklich die Wahl hat. Sind die gefunden, ist die Mission erfüllt und sie löst sich auf.

Dem Zufall überlassen wollten wir nichts.“

Jürgen Klöpfer, Interessensgemeinschaft

Wie kommen wir zu einem Bürgermeister, der zu uns passt? Der sich reinhängen will, der mit uns richtig, was erreichen will? Einen Macher, einen Anpacker. „Einen Gestaltungschef, keinen Verwalter“, wie Richard Bosch formuliert. Auf jeden Fall jemand, der bürgernah ist. Dieser Wunsch hatte sich rasch herauskristallisiert. „Dem Zufall überlassen wollten wir nichts“, sagt Jürgen Köpfer, einer der elf Initiatoren. Von örtlichen Unternehmen gab's finanzielle Unterstützung. Jagstzell hatte auch aufwendig einen Nachfolger für Bürgermeister Raimund Müller gesucht. Da hatte aber die Gemeinde die Kampagne finanziert. In Tannhausen ist dies rein bürgerschaftliches Engagement.

Die Interessengemeinschaft „Tannhausen – fit für die Zukunft“ engagierte die Aalener xm. agentur von Oliver Bezler. Die startete eine außergewöhnliche, frische Werbekampagne mitmärchenhaften Motiven und dem Titel „Mach's fabelhaft!... werd' Bürgermeister*in von Tannhausen“. Online und in Print, mit eigener Landingpage, viel in Social Media Kanälen.

Möglichst viele Kandidaten

„Wir wollten eine Streuung in der Fläche erreichen“, so Köpfer. Damit „möglichstviele gute Kandidaten ihren Hut in den Ring werfen“, Leute, „die eine Vision haben, die die Kampagne anspricht“, wie Silke Christ erklärt. Für „ein Tannhausen, das lebenswert ist“, wie Katja Abele ergänzt. „Es hat ein bisschen was von Asterix und dem kleinen gallischen Dorf“, lächelt Bezler. Eine ungewöhnliche Konstellation. Eine kleine Gemeinde, die wahrgenommen werden will, für ihre Zukunft kämpft. Bei über hundert Bürgermeistern, die derzeit in Baden-Württemberg gesucht werden: verständlich.

Dafür ist die Interessengemeinschaft auch zusätzlich in die Offensive gegangen. Hat angesprochen, Besuche gemacht, wenn sie jemand für geeignet hielt. Inzwischen ist Endspurt, am Sonntag, 11. April, Bewerbungsschluss. Vier Kandidaten gibt’s: Daniel Ott, Kassenmann aus Ellenberg, den Kerkinger Kaufmann Frank Sailer, den Kirchheimer Stephan Slavik aus der freien Wirtschaft und Polizeioberkommissar Manfred Meyer aus Trochtelfingen. Und vielleicht tut sich bis Sonntag ja noch etwas?

Bewerbungsschluss für die Bürgermeisterwahl in Tannhausen ist Sonntag, 11. April.

Zurück zur Übersicht: Ellwangen

Kommentare