Schwäbisch Hall: Daniel Bullinger gewinnt ersten Wahlgang deutlich

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Schwäbisch Hall hat einen neuen Bürgermeister.

Wie die Kandidaten das Ergebnis aus Schwäbisch Hall aufnehmen und beurteilen.

Schwäbisch Hall. Das vorläufige Endergebnis steht gegen 19.30 Uhr fest. Schwäbisch Halls amtierender Oberbürgermeister und Gemeindewahlausschussvorsitzender Hermann-Josef Pelgrim gibt es im Foyer des Rathauses bekannt: Daniel Bullinger holt 42,43 Prozent der gültigen Stimmen und hat damit rund doppelt so viele Stimmen (6130) wie der Zweitplatzierte Simon Michler (21,59 Prozent). Auf den Plätzen folgen Kathinka Kaden mit 15,1 und Sarah Holczer mit 14,18 Prozent.

Mit weiterem, größerem Abstand und 4,06 Prozent der Stimmen rangiert Dr. Andreas Baum auf dem fünften Platz, gefolgt von Alexander Kejs mit 1,29 Prozent und Henning Lenz mit 1,09 Prozent der Stimmen.

Gegen 18.20 Uhr erscheint das Ergebnis des ersten Wahlbezirks auf der Leinwand vor dem Rathaus, das rund 100 Besucher auf dem Marktplatz verfolgen.

Erstes Ergebnis als „Blaupause“

Es zeigt den mit großem Abstand höchsten Balken bei Daniel Bullinger – das Abstimmungsbild aus Gailenkirchen wird zur Blaupause des Abends in leicht veränderten Erscheinungsformen.

Das ändert sich auch nicht, als es gegen 19 Uhr dunkler wird, ein Gewitter droht und Besucherinnen und Besucher Masken aufsetzen, ins Foyer des Rathauses gehen, um dort die weiteren Ergebnispräsentationen zu verfolgen.

„Ich bin sehr zufrieden. Es ist eine sehr gute Ausgangsbasis für die Neuwahl am 18. Juli“, sagt Bullinger kurz nachdem das vorläufige Endergebnis feststeht und es Applaus im Foyer gibt.

Der 36-Jährige dankt den Wählerinnen und Wählern und seinen Unterstützern im Wahlkampf, den der FDP-Kreisrat selbst organisiert und finanziert. Nach Feiern ist dem Bürgermeister aber noch nicht, denn er hat die notwendige absolute Mehrheit der gültigen Stimmen im ersten Wahlgang nicht geholt.

„Ab morgen geht es weiter. Ich werde versuchen, diejenigen Wählerinnen und Wähler von meiner Person und meinem Programm zu überzeugen, die mir bislang ihre Stimme nicht gegeben haben“, erklärt der Diplom-Verwaltungswirt (FH).

Kandidaten warten ab

Wie sehen die anderen Bewerberinnen und Bewerber das Ergebnis? Treten Sie nochmal bei der Neuwahl in rund zwei Wochen an? Geben Sie gar eine Wahlempfehlung ab? Sie halten sich noch bedeckt.

„Glückwunsch an Daniel Bullinger, der mit großem Abstand vorne liegt“, sagt der 36-jährige Simon Michler. Der Bürgermeister und Diplom-Verwaltungswirt (FH) will erstmal in Ruhe das Wahlergebnis analysieren, die Ergebnisse in den einzelnen Wahlbezirken genauer unter die Lupe nehmen und dann entscheiden, wie es für ihn weitergeht, ob er nochmal bei der Neuwahl antritt. Sollte er weit hinten liegen, würde er Bullinger unterstützen, sagte er vor der Wahl beim Wahlforum.

„Ich hätte mir mehr Stimmen erhofft. Das ist eindeutig“, kommentiert die 59-jährige Kathinka Kaden das Wahlergebnis. Die Pfarrerin muss das erstmal setzen lassen.

„Ich nehme das Ergebnis an“, sagt die 39-jährige Sarah Holczer. Die Unternehmerin will eine Nacht darüber schlafen und dann überlegen, wie es mit Blick auf die Neuwahl weitergeht.

Kandidat Dr. Andreas Baum (dieBasis) hatte bereits beim Wahlforum deutlich gemacht, dass er auf jeden Fall erneut kandidieren wolle – egal wie das Ergebnis im ersten Wahlgang für ihn ausfällt.

Die Wahlbeteiligung stieg am Sonntag auf 46,35 Prozent – im Vergleich zur Schwäbisch Haller OB-Wahl vor acht Jahren um mehr als zehn Prozent.

Bei der Neuwahl am 18. Juli genügt die einfache Mehrheit der gültigen Stimmen. Bis dahin wird es spannend zu sehen, wie sich die nächstplatzierten Kandidaten verhalten – vor allem Simon Michler. Marcus Haas

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