Das „Backbone“ in Rosenberg ist jetzt in Betrieb

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Philipp Schaffert (NetCom), Wolfgang Hirsch (Landratsamt), Jens Schilling (Komm.Pakt.Net), Bürgermeister Tobias Schneider und Kämmerer Winfried Krieger (v.l.) geben den Startschuss.

Mehr als 80 Haushalte, Firmen sowie die Karl-Stirner-Schule hängen direkt am schnellen Netz.

Rosenberg. Mit dem gemeinsamen Drücken des berühmten roten Knopfes haben am Mittwochnachmittag Rosenbergs Bürgermeister Tobias Schneider und Wolfgang Hirsch, Sachgebietsleiter Geoinformation beim LRA Ostalbkreis, das „Backbone“, das „Rückgrat“ des schnellen Internets in Rosenberg, offiziell in Betrieb genommen.

Faktisch läuft das neue Breitbandnetz bereits seit Februar diesen Jahres.

Mit der Anbindung Rosenbergs an das schnelle Internet ist die hiesige Infrastruktur einen großen Schritt weiter gekommen, betonte Bürgermeister Tobias Schneider. Kleinere Weiler und Höfe, die bisher noch kein schnelles Internet hatten, wie etwa Hütten, Zumholz, Tannenbühl oder Willa haben das Glasfaser bereits im Haus, sind also „FTTB-erschlossen“. Darunter versteht man „Fiber-To-The-Building“ („Glasfaser-im-Haus“). Sie haben theoretisch unbegrenzten Zugang zum Internet; praktikabel sind derzeit 300 Mbit pro Sekunde, so der Accountmanager Philipp Schaffer von der EnBW-Tochter NetCom-BW in Ellwangen.

In den größeren Teilorten Hohenberg, Hummelsweiler und Rosenberg, aber auch in Hinterbrand oder Matzengehren, wo bereits Kabelverzweiger vorhanden sind, ist das Glasfaser jetzt als Internetzubringer an diese Unterverteiler angeschlossen. Solche Wohngebiete sind „FTTC“-erschlossen, was „Fiber-To-The-Curb“ („Glasfaser-am-Randstein“) bedeutet. Auf den von den Unterverteilern wegführenden Kupferkabeln sind Datenraten bis maximal 50 Mbit/sec. möglich. Diese Kunden erhalten das Internet über DSL, was „Digital Subscriber Line“, = „Digitale Teilnehmeranschlussleitung“ bedeutet. Allerdings sinkt die Datendurchflussrate je weiter der Teilnehmer vom Kabelverzweiger entfernt ist. Außerdem kann hier nur ein Internetanbieter angeschlossen werden, während über das Glasfaser viele Internetbetreiber anbieten können, wenn sie es wollen.

Damit ist der im September 2018 begonnene Ausbau des Backbone in der Gemeinde Rosenberg abgeschlossen. Gut 80 Haushalte, Firmen oder die Karl-Stirner-Schule arbeiten bereits jetzt direkt am Glasfasernetz, wo die NetCom-BW ab voraussichtich Herbst Datenraten bis zu einem Gigabit pro Sekunde anbieten wird, so der Accountmanager Schaffert.

Nun gilt es die gemeindeinterne Netzstruktur weiter auszubauen und Leerrohre für den Lichtwellenleiter zu verlegen, damit bei einem Anschlusswunsch das Glasfaser eingeblasen werden kann. Dass dies nicht auf einmal machbar ist, dürfte jedem Bürger klar sein. Bis jetzt hat die Gemeinde Rosenberg rund zwei Mio Euro in das neue Netz investiert. ng

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