Das Kino öffnet mit „Fast & Furious“

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Saal 1 im Regina 2000-Kino: Mit den Fotos aus den großen Filmen der 1970-er und 1980-er Jahre sind viele Kinofans der Stadt aufgewachsen. Der neue Kinopächter will den Charme des alt neben neu erhalten. Die Technik wird jedoch komplett erneuert.
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Der neue Kinopächter Ralf-Christian Schweizer baut im Regina 2000 Kino kräftig um. Die Säle erhalten neue Bild- und Tontechnik.

Ellwangen

Die Container vor dem hinteren Eingang des Regina 2000-Kino zeigen eine neue Zeitrechnung an: die alten 32-Millimeter-Projektoren sind ein Fall für die Schrottpresse, das Bestellsystem mit der Tastatur an jedem Sitzplatz auch. Die Empfangstheke im Foyer: weg damit.

Ralf-Christian Schweizer, der neue Pächter des Ellwanger Kinos, hat einiges vor mit dem Regina. Dafür muss zuallererst die Technik auf den neuesten Stand.

„Das Ellwanger Kino war prima, hatte eine gute Substanz. Aber jetzt kommt die Kür“, sagt der Mann, der in Heidenheim und Aalen zwei große Kinos betreibt und der fest an die Zukunft seiner Branche glaubt.

Er hat das Regina, das seit März 2020 geschlossen ist, einer gründlichen Revision unterzogen. Neue Tonsysteme, neue Bildtechnik wird installiert. Zwar hatte der bisherige Kinobesitzer, Karl Helmreich, bereits 2013 digitale Bildtechnik installiert, doch die ist eben auch schon wieder fast zehn Jahre alt. Und die alten Zelluloid-Projektoren standen noch immer in den Vorführkabinen, neben der Digitaltechnik.

„Die Säle bleiben erst mal wie sie sind“, sagt Schweizer. Die Gestaltung zwischen modern und Nostalgie habe einen gewissen Charme. Vorerst wird nur das Foyer neu gestaltet.

„Die Theke war viel zu groß. Wir führen jetzt das E-Ticketing ein. Wer im Internet bucht, braucht nicht mehr an die Kasse und deshalb genügt uns eine kleinere Theke“, erklärt der Kinopächter. Die Abläufe sollen schlanker werden, alles soll so angeordnet sein, dass der Betrieb mit weniger Personal auskommt.

Anfang Juli soll der Umbau abgeschlossen sein, zum Filmstart von „Fast & Furious“ (15. Juli) will Schweizer das Regina 2000-Kino wieder öffnen. Dann sollen die Gäste staunen über die Qualität von Sound und Bild. „Die Besucher müssen glücklich aus der Vorstellung kommen, dann bleibt Kino ein Erlebnis“, sagt er und zählt eine Reihe von Ideen für die Programmgestaltung vor: Themenabende für „Mädels“ und für „harte Jungs“, Übertragungen, etwa aus der MET, der Metropolitan Opera in New York. Kino als Event. Den „Tatort“ auf der großen Leinwand? Schweizer: „Warum nicht? Das muss man ausprobieren.“

Das Regina 2000 soll eine Bereicherung für das Ellwanger Kulturleben sein. Ein Arthouse-Programm, Kooperationen mit Vereinen wie efi (Ellwanger Film Initiative) und Elchinale. Schweizer: „Wir nehmen gerne jeden Input zur Filmauswahl an und zeigen auch Filme nach Besucherwünschen, als Ergänzung zu unserem Programm.“

Die sechs verschieden großen Ellwanger Kinosäle, von 70 Plätzen bis 300 Plätzen, bieten sich auch für Klassiker und kleinere, regionale Produktionen an.

Schweizer blickt optimistisch in die Zukunft: „Das Kino ist gerade in der Krise stark, weil es Freizeit für wenig Geld bietet. Eine Kinokarte kostet doch heute weniger als mancherorts der Eintritt ins Freibad.“

Das Ellwanger Kino war prima, hatte eine gute Substanz. Aber jetzt kommt die Kür.“

Ralf-Christian Schweizer, Kinopächter

Was 2021 auch noch in die deutschen Kinos kommt

15. Juli: „Fast & Furious 9“ bietet rasante Action und viele Verfolgungsjagden mit PS-starken Fahrzeugen.

22. Juli: In „Cash Truck“ von Regisseur Guy Ritchie spielt Jason Statham den Fahrer eines Geldtransporters in LA, der etlichen schwer bewaffneten Räuberbanden das Leben schwermacht.

30. September: In „Dune“ legt Starregisseur Denis Villeneuve ein Remake des Science-Fiction-Klassikers „der Wüstenplanet“ von David Lynch vor.

7. Oktober: Auf den neuen James-Bond-Film „Keine Zeit zu sterben“ mit Daniel Craig warten die Fans schon seit über einem Jahr.

Der neue Kinopächter Ralf-Christian Schweizer hat große Pläne: Übertragungen aus der Metropolitan Opera in New York beispielsweise.

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