Kommentar

Der Pater und die Jugend

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Gerhard Königer über die Bedeutung der Zeremonie.

Auch wenn manche die Feier der Seligsprechung mit den Gewändern der Würdenträger, dem Weihrauch, der festlichen Musik, dem lateinischen Brief als „altkirchliches Brimborium“ abtun mögen, ihre Wirkung hat die Feier auf dem Marktplatz nicht verfehlt. Selbst Leute, die der Kirche nicht so nahe stehen, sagten anerkennend: „Das hat schon was.“

Natürlich könnte man den Menschen die Bibel hinlegen und sagen: „Lies das“, doch mit welchem Effekt? Seit 2000 Jahren ist die Botschaft in der Welt und die Kirche hat Mittel und Wege gefunden, sie effizient zu verbreiten. Worte, Gesten, Musik, Mystik: Wer den Menschen erreichen will, muss alle Sinne ansprechen, so wie es die Stars der Politik, der Popkultur, des Sports ganz selbstverständlich tun.

Um nachhaltig zu wirken, muss noch etwas anderes folgen. Das Gemeinschaftserlebnis vom Wochenende wird nicht ewig tragen. Wenn es nicht gelingt, den seligen Pater Philipp der Jugend zu vermitteln, war es nur ein schönes Fest.

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