Der Radweg nimmt Gestalt an

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Die Schrezheimer Ortschaftsräte am neugestalteten Aufgang zum „Rotkäppele“.
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Die Schrezheimer Räte machen einen Baustellenbesuch mit dem Fahrrad. Was sonst noch diskutiert wurde.

Ellwangen-Schrezheim

Mit einer recht dünnen Tagesordnung, dafür aber mit Fahrrädern im Gepäck, kam der Ortschaftsrat Schrezheim am Montag zu seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause zusammen. Denn nachdem im Bürgersaal der St.-Georg-Halle die wesentlichen Punkte besprochen waren, schwangen sich die Räte auf die – teilweise elektrisch unterstützt betriebenen – Drahtesel, um die noch im Bau befindliche Rad-/Gehweg-Verbindung von Schrezheim nach Espachweiler abzufahren.

„Über zehn Jahre beschäftigt uns dieses Projekt schon“, sagte Ortsvorsteher Albert Schiele; nun stehe der Fertigstellungstermin am 23. Juli kurz bevor. Einfahrten zu den landwirtschaftlichen Grundstücken werden noch geschaffen, bevor schließlich der Feinbelag in einem Zug eingebracht werde.

Halt machten die Räte unterwegs beim „Rotkäppele“, einer kleinen Andachtskappelle, die ihren Namen von der Gemarkung „Rotfeld“ erhalten habe. Hier war von Bürgern in Eigenleistung ein Treppenaufgang mit Plateau und Blumenbepflanzung mit Unterstützung des Bauhofs geschaffen worden. Nach einer Runde um den Espachweiler See endete die „Rat-Tour“ beim Seegasthof Espachweiler zur Nachsitzung.

Im Bürgersaal hatte Schiele zuvor lediglich neben „Bekanntgaben“ und „Sonstigem“ eine persönliche „Corona-Bilanz“ auf der Agenda. Die fiel gemischt aus: Die Schrezheimer Schule sowie die Kindergärten in Schrezheim und Eggenrot seien ohne direkte Krankheitsfälle durchgekommen. Auf der gesamten Gemarkung wüsste er „von keinem Todesfall, lediglich schwere Verläufe“, sagte Schiele. „Größtenteils zufrieden“ sei man auch mit der Organisation der Vereinsarbeit gewesen. „Nicht zufrieden“ sei er aber mit Blick auf den Ortschaftsrat, weil man ohne wichtige Beschlüsse gar nicht habe tagen dürfen und in Sachen Online-Treffen sich nichts getan habe. „Wir haben im Bürgersaal und der Halle immer noch kein WLAN.“ Er als Ortsvorsteher habe das Gremium mitunter als „ohnmächtig“ empfunden. Die Auskunft der Verwaltung, für manches liegengebliebene Projekt habe man schlicht „keine Kapazität“, sei als Informationsbasis gegenüber den Bürgern dürftig. Für Schiele blieb im Rückblick vor allem eine Erkenntnis: Die Pandemie habe von allen und in allen Lebensbereichen „mehr Flexibilität gefordert“.

Über zehn Jahre beschäftigt uns dieses Projekt schon.“

Albert Schiele, Ortsvorsteher

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