Diskussionen um Bauplatzvergabe

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In Unterschneidheim und Nordhausen (oben rechts)wird rege gebaut. Um die Vergabekriterien für Bauplätze ging es in der Gemeinderatssitzung am Montagabend. SP-Foto: Archiv
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In den neuen Baugebieten in Unterschneidheim finden Reihenhäuser keine Interessenten.

Unterschneidheim. Die Bauplätze in Unterschneidheim sind an sich begehrt – nur, was dann darauf entstehen soll, sorgte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats Unterschneidheim für Diskussionen. Für die Bauplätze, die für Einfamilienhäuser vorgesehen, sind, gibt es mehr als genug Bewerber. Interessenten an den Plätzen für Reihenhäuser bleiben jedoch aus. Das Problem: Die Gemeinde muss nach Vorgabe des Landes eine bestimmte Einwohnerdichte einhalten.

Mit dem Vorschlag der Vergabekriterien für die Bauplätze im Baugebiet „Bückle IV“ in Nordhausen und des ersten Bauabschnitts in „Unterschneidheim Ost“ begann der Tagesordnungspunkt. Ortsbaumeister Eugen Lechner erläuterte die Vorgaben, die einem Punktesystem folgen. Punkte können demnach etwa durch die sogenannten Hauptkriterien, wie etwa die Bindung zur Gemeinde oder soziale Kriterien wie die Anzahl der Kinder oder sozialem Engagement vergeben werden.

Bei der Vergabe der Bauplätze für Reihenhäuser gibt es aber bislang keine Bewerber, für die Punkte vergeben werden könnten. Bis zum 30. Mai läuft die Frist noch. Der Vorschlag von Bürgermeister Nikolaus Ebert: „Wir akzeptieren auch Bewerber für Mehrfamilienhäuser mit bis zu vier Wohneinheiten, wenn sie ein gutes Konzept vorlegen.“

Mitgliedern des Gremiums fielen jedoch andere Alternativen ein. „Was ist mit den Gewerbetreibenden?“, fragte etwa Walter Bengelmann und forderte, nochmals explizit darauf hinzuweisen, dass auch Wohnungen für Arbeitnehmer und Beschäftigte akzeptiert werden. Ansgar Uhl und Sebastian Zeller schlugen dagegen vor, noch weiter abzuwarten, bis sich Interessenten für Reihenhäuser melden. „Die Baufirma möchte aber irgendwann wissen, wie viele Anschlüsse sie verlegen muss“, entgegnete Ebert.

In Absprache mit dem Gremium entschied sich der Bürgermeister schließlich dafür, bis zur kommenden Gemeinderatssitzung Mitte Juni abzuwarten und dann das weitere Vorgehen zu besprechen. Die Kriterien für die Vergabe der Bauplätze für Einfamilienhäuser dagegen wurde einstimmig beschlossen.

Ersatz für Traktor von 1975

Für Diskussionen sorgte auch eine geplante Neuanschaffung. „Wir haben im Bauhof einen Traktor, Baujahr 1975“, erläuterte Ebert, „den wollen wir ersetzen“. Verschiedene Kriterien stehen im Anforderungsprofil: etwa ein Allradantrieb, ein Frontkraftheber für ein Winterdienstschild oder eine Fahrgeschwindigkeit von 40 Kilometern pro Stunde. Im Haushaltsplan 2021 veranschlagt waren 45 000 Euro für die Anschaffung des Allradtraktors. Das günstigste Angebot machte die Firma Rieser Agrartechnik aus Nördlingen-Baldingen mit 52 000 Euro.

Bemängelt von einigen Gremiumsmitgliedern wurde, dass das neue Fahrzeug nicht vom Gemeinderat begutachtet werden konnte. Der Bürgermeister zeigte Verständnis und erläuterte, dass dieser Umstand auch der Corona-Pandemie geschuldet sei. „Aber die Bauhofmitarbeiter hatten die Möglichkeit, mitzufahren“, ergänzt er. Der Gemeinderat stimmte dem Beschlussvorschlag einstimmig zu.

Robine Rebmann

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