DLRGler haben ein neues Quartier

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Die neue DLRG-Wache am Bucher Stausee wurde am Sonntag eröffnet. Foto: je
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Die DLRG-Wache am Bucher Stausee ist eröffnet.

Rainau-Buch. Der Zweckverband Bucher Stausee hat in den vergangenen Jahren den Badebereich des Bucher Stausees umgestaltet und attraktiver gemacht. Im Zuge dessen erhielt auch die DLRG-Station einen neuen Standort und wurde zweckmäßiger gestaltet. Am Sonntag wurde sie mit einer kleinen Feierstunde offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

DLRG-Bezirksvorsitzender Nikolai Hübner begrüßte eine ganze Reihe von Gästen, darunter etwa Landrat Dr. Joachim Bläse, die Bürgermeister Christoph Konle (Rainau) und Markus Knoblauch (Westhausen), Karl Kurz, den zuständigen Dezernenten im Landratsamt, den neuen Kreisbrandmeister Andreas Straub und die Ehrenamtlichen der DLRG.

Die neue Wache sei ansehnlich, gut ausgestattet und mache bei mehr Verantwortung mehr Sicherheit aus, sagten die DLRGler. Die Erweiterung und bessere Platzierung sei nötig gewesen. Die DLRG danke für die Unterstützung. Insgesamt zehn Ortsgruppen übernehmen den Wachdienst am Stausee, sie können jetzt effizienter ihren Dienst bewerkstelligen.

Landrat Dr. Bläse bezeichnete die DLRG als wichtigen Bestandteil für die Sicherheit der Bevölkerung – nur diese vergesse leider oft die Eigenverantwortung. Der Bucher Stausee sei ein über die Region hinaus attraktives Gebiet, „nur: Wasser ist schön, aber auch gefährlich“, ergänzte er. „Wir müssen selbst auf die eigene Sicherheit und die anderer achten – und uns nicht nur auf die DLRG und andere verlassen“, betonte Bläse. Die Sicherheit der Bevölkerung hänge sehr am Ehrenamt, deshalb müsse es gestärkt werden. Man habe gemeinsam viel getan am See, was die Attraktivität für Gäste anbetrifft und jetzt auch für deren Sicherheit, ergänzte Bürgermeister Christoph Konle.

Die Vizepräsidentin des DLRG-Landesverbands, Ursula Jung, schilderte die vielfältige Arbeit der DLRG, zeigte an Zahlen, dass die Mitglieder nicht nur am Wasser ihre Arbeit tätigen, sondern auch beispielsweise in Corona-Testzentren. Aber viele Ehrenamtliche seien in Pandemiezeiten weggegangen, Nachwuchsgewinnung sei schwierig, sagte sie. 299 Menschen seien im vergangenen Jahr in Gewässern ertrunken, davon 255 in Binnengewässern wie dem Bucher Stausee, bilanzierte Jung. Die DLRG sei für Notsituationen da, nicht, um für Eltern deren Aufsichtspflicht zu übernehmen. Jung mahnte die Lokalpolitik an, den Ehrenamtlichen mehr Zeiten und Wasserflächen fürs Üben in Bädern zu geben, auch für das Abhalten von Schwimmkursen. Denn immer mehr Menschen könnten nicht schwimmen.

Nach einem Umtrunk und der Besichtigung der neuen Wache zeigten die Mitglieder ihre Leistungsstärke mit einer Übung im Wasser. An Ständen und in der Wache konnten sich Interessierte informieren.

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