Drachen auf Schwertern und Klingen

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Schwertklinge aus damastiziertem Stahl.

Workshops „Lebendige Geschichte“ am 11. und 12. Februar.

Ellwangen. Das Alamannenmuseum bietet am Samstag und Sonntag, 11. und 12. Februar, zum neunten Mal zusammen mit dem Alamannendarsteller Jürgen Heinritz aus Pleidelsheim eine Fortbildungsveranstaltung unter dem Titel Ellwanger Tage „Lebendige Geschichte“ an. Dabei möchte das Museum engagierten Geschichtsdarstellern die Möglichkeit bieten, ihre Darstellung gezielt auszubauen und ihr Vermittlungskonzept professioneller zu gestalten.

Externe Referenten

Wie das Alamannenmuseum mitteilt, ist die Veranstaltung dieses Jahr wieder an ihrem angestammten Platz im Museumskalender, rechtzeitig vor Saisonstart gibt es für Geschichtsdarsteller jede Menge Informationen, die die für die praktische Arbeit von Nutzen sind.

Die Veranstalter kommen diesmal dem von den Teilnehmern der letzten Ellwanger Tage wurde mehrfach geäußerten Wunsch nach, externe Referenten einzuladen. Als Referenten konnten Dr. Stefan Mäder und Dr. Achim Weihrauch gewonnen werden. Ersterer promovierte über einen kultur- und technikgeschichtlichen Vergleich frühmittelalterlicher und japanischer Schwerter, Dr. Achim Weihrauch hat über die Schmiedetraditionen in Südostasien promoviert.

Beide werden in einem Workshop über die frühmittelalterliche Spatha (Schwert) und ihre antiken Vorläufer berichten. Dabei wird nicht nur das Schwert als Waffe betrachtet, vielmehr geht es auch um dessen kulturgeschichtliche Einordnung.

Schlangen und anderes Gewürm

Beide Referenten konnten noch für einen zweiten Workshop gewonnen werden. „Hier geht es um Drachen, Schlangen und sonstiges Gewürm, die weltweit in der Mythologie eine besondere Rolle spielen“, schreiben die Veranstalter. Sie seien beispielsweise auf wurmbunten Klingen und auf Totenbäumen zu finden. Aber welche Bedeutung hatten sie für die Menschen damals wirklich?

Seit einiger Zeit taucht immer wieder der Begriff Kulturvermittlung auf. Dabei wird er oft als moderner Ersatz für Museumspädagogik benutzt. Aber Cultural Heritage Interpretation – so der englische Originalbegriff – ist viel mehr. Er ist eine eigene Methode der Vermittlung. Jürgen Heinritz wird in einem weiteren Workshop diese Methode vorstellen. Wie immer bei dieser Veranstaltung seien die dargestellten Methoden auch auf andere Epochen übertragbar, heißt es weiter.

Nähere Informationen sind beim Museum unter Tel. (07961) 969747 sowie im Internet unter www.alamannenmuseum-ellwangen.de erhältlich. Auf der Homepage des Museums kann auch der Anmeldebogen mit dem detaillierten Programm für den Workshop am 11. und 12. Februar 2023 heruntergeladen werden. Der Anmeldeschluss ist am 1. Februar 2023.

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