Drei Sterne, die überragend waren

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Das Dzuo „Guitarra a Dos“ trat nun im Lesegarten des Palais Adelmann auf. Foto: glo
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Im Lesegarten des Palais Adelmann haben Guitarra a Dos mit ihren Gitarren das Publikum begeistert

Am Sonntagabend stand der Lesegarten des Palais Adelmann ganz im Zeichen exzellenter Gitarrenklänge und der Zahl 3. Das Duo „Guitarra a Dos“, das sich aus Ramona Beyer und Germán Gajardo Torres zusammensetzt, konnte mit ihren Instrumenten die Leichtigkeit des Sommers mit den Klängen ihrer Gitarren vermischen.

Traurig und gleichzeitig hoffnungsvoll und mit vielen Erinnerungen verwoben spielen die beiden vor kleinem Publikum wunderschöne Melodien, die das Herz berühren. Gerade die leisen Klänge sind es, die man wahrnimmt. Gerade weil man da besonders hinhört und auch die feinen Nuancen des gemeinsamen Spiels herausfiltern kann.

Germán Gajardo Torres spielt nicht nur mit seiner folkloristischen Gitarre hervorragend, er sorgt auch mit eigenen Kompositionen, seinem sensiblen und dennoch kraftvollen Gesang sowie einer Uraufführung am Sonntag für begeisterten Applaus bei den Zuhörern. Tres luceros, also drei Sterne, spielt Torres gemeinsam mit Ramona Beyer, die mit der Ankündigung des dritten Sterns endet. Drei musikalische Farben sind es auch, die die Auftritte der beiden prägen. Die klassische Gitarre, die folkloristische Gitarre Lateinamerikas sowie Elemente der Pop- und Rockmusik, die bewusst oder auch unbewusst immer wieder einfließen. Klassiker der spanischen Folklore finden sich ebenso im Repertoire von Guitarra a Dos wie eigene Kompositionen. Auch am Sonntag konnten sich die Zuhörer von der Virtuosität des Duos überzeugen, für das der Lesegarten des Palais den passenden Rahmen bildet und wo sich auch das Zwitschern der Vögel in die Gitarrenklänge förmlich einzufügen scheint. Zwei Gitarren und ein Gesang – so ist das aktuelle Programm aufgebaut. Drei Töne des Akkords verschmelzen zu einer klanglichen Einheit, drei musikalische Sterne werfen ihren hellen Schein auf verschiedene Aspekte des menschlichen Lebens. Um Erinnerungen geht es dort, um die Kindheit oder darum, sich durch einen Geruch an Vergangenes zu erinnern. Entscheidend und als Botschaft soll das aktuelle Programm das menschliche Miteinander beleuchten, was Ramona Beyer und Germán Gajardo Torres aufs Beste geglückt ist.

⋌Uwe Glowienke

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