Drohnen und KI für den Wartungseinsatz

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Drohnen der EnBW im Wartungseinsatz.

Wie die EnBW ODR mit moderner Technik Hochspannungsleitungen untersucht.

Ellwangen. Gemeinsam mit der ED Netze treibt das EnBW ODR-Tochterunternehmen Netze NGO die Integration der Drohnentechnologie und Künstlichen Intelligenz im Betrieb weiter voran.

Im Auftrag des Netzbetreibers, der Netzgesellschaft Ostwürttemberg DonauRies GmbH (Netze NGO), wurde jetzt das Versorgungsgebiet der ODR mittels zweier Drohnen, die vor allem die Leitungen der Mittelspannungsebene genau inspiziert haben, erfasst.

Umflogen wurde die 20 kV-Freileitung von Neuler nach Leinenfirst. Dabei wurden hochauflösende Bilder und Videos aus der Vogelperspektive gewonnen, die der NGO den Ist-Zustand der Leitungen bis ins kleinste Detail aufzeigen. Die Drohnen erfassten Bereiche, zu denen Monteure kaum Zugang bekommen.

Das Bildmaterial wird nun mittels Künstlicher Intelligenz (KI) ausgewertet. Dabei kommt das Grundprinzip des maschinellen Lernens zum Einsatz: Durch das generierte Bildmaterial werden der KI Übungs- und Beispieldaten zur Verfügung gestellt, auf die der zu trainierende Algorithmus zurückgreifen kann, daraus Muster und Zusammenhänge erkennt und anschließend aus diesen Daten lernt. So ist es zukünftig unter anderem möglich, Mängel an Isolatoren automatisiert festzustellen.

Durch den innovativen Ansatz werden Auffälligkeiten und Schäden im Mittelspannungsnetz schneller erkannt und behoben. Das Unternehmen leiste damit einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit in Baden-Württemberg, schreibt die Presseabteilung.

Zudem vereinfachen Drohnen die Kontrolle des Mittelspannungsnetzes erheblich, da sie auch im unwegsamen Gelände und bei schlechter Witterung einsetzbar sind. Der manuelle Einsatz der Monteure kann sich reduzieren. Bislang sind diese unter hohen Sicherheitsmaßnahmen zur Inspektion auf die Masten geklettert.

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