Durchgekaut

Ein Lied auf den Schwabenteller

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gek
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Gerhard Königer über das, was einen echten Schwaben im Grunde seines Herzens ausmacht.

Man kann ja über uns Schwaben viel Schlechtes sagen: Wir seien geizig (ich würde eher sagen: sparsam), einsilbig (auf Schwäbisch: maulfaul, gehört also in die Kategorie sparsam), humorlos (wir gehen zum Lachen bekanntlich in den Keller). Man hat uns schon als grobschlächtig und streitlustig bezeichnet. Vor allem im Badischen ist das Sprichwort bekannt: „Willst Du keinen Streit und Ärger, meide jeden Württemberger.“ Doch mal ehrlich: schwingt in der Schwabenschelte nicht auch ein Stückchen Neid mit, etwa wenn man uns als besserwisserisch abkanzelt? Wir können und wollen unser Wissen gar nicht leugnen, wir sind nun mal die mit den Talenten und Patenten.Aber eigentlich wurden jetzt schon wieder viel zu viele Worte über Unwichtiges geschrieben. Denn worauf es wirklich ankommt: Wir Schwaben wissen einfach, was gut ist. Als Beispiel sei einfach mal der Schwabenteller angeführt, der, man muss es leider wirklich sagen, im Rest der Republik oft verhunzt wird. Kässpätzle, Maultasche und Schweinelende, das ist vielleicht ein Kinderteller, aber ganz bestimmt kein Schwabenteller. Denn auf den muss zwingend auch ein schönes Stück Rostbraten drauf. Und ja, das darf auch vom Wasserbüffel sein.

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