Ein Quantensprung für den Radverkehr

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Landrat Dr. Joachim Bläse und Oberbürgermeister Michael Dambacher eröffnen zusammen mit vielen Kreisräten, Stadträten und Gästen den Radweg zwischen Schrezheim und Espachweiler.

Der Radweg an der Kreisstraße 3333 von Schrezheim nach Espachweiler ist freigegeben.

Ellwangen-Schrezheim

Für 1,05 Millionen Euro hat der Landkreis den Radweg entlang der Kreisstraße von Schrezheim nach Espachweiler fertiggestellt. Am Mittwoch wurde die Strecke mit einem kleinen Fest bei der Kapelle an der Abzweigung Vorderlengenberg freigegeben. Landrat Dr. Joachim Bläse dankte den Kreisräten, dass sie die Mittel für dieses Infrastrukturprojekt freigegeben haben. "Wir dürfen die Radwege nicht nur touristisch denken", sagte er. Die 1,7 Kilometer lange Strecke sei die direkte Verbindung zwischen Espachweiler und Ellwangen. "Entlang der Kreisstraßen müssen wir die Radwege begleitend bauen wo immer es geht", sagte Bläse und verwies auf den Schwerverkehr, der auf diesen Strecken unterwegs ist. Nur wenn Radwege auch sicher zu befahren sind, würden sie auch angenommen.

Die Kosten von 1,05 Millionen Euro werden zum Teil vom Land und vom Bund getragen. 720 000 Euro an Fördermittel konnte der Kreis einwerben. Bläse dankte den verantwortlichen Stellen dafür: "Allein hätten wir das nicht stemmen können." Und der Radwegeausbau im Landkreis gehe weiter, der Kreistag habe ein Sonderprogramm mit 18 Millionen Euro beschlossen. Die engste Ressource seien derzeit die Planungskapazitäten. "Auch Radwege bauen sich nicht von alleine", meinte der Landrat. Im Vorfeld mussten Grundstückseigentümer überzeugt werden und Bläse war dankbar, dass sie am Ende alle bereit waren, die nötigen Flächen zu verkaufen.

Die Strecke Ellwangen-Espachweiler ist nur ein vorläufiger Schritt. Bis zur Landesgartenschau 2026 soll die Fahrt von Aalen über Hüttlingen, Neuler bis Ellwangen auf einem guten Radweg möglich sein. Auf die Frage "Wie komme ich zur LGS" soll die Antwort sein "mit dem Fahrrad", das sei Ziel der Stadt Ellwangen und der Landkreis unterstütze dies. Bläse bat die Verkehrsteilnehmer auch auf der neu ausgebauten Strecke aufeinander zu achten.

Oberbürgermeister Michael Dambacher erklärte, die Stadt werde den Radwegebau weiter forcieren. Derzeit arbeite man an der Verbindung Pfahlheim, Röhlingen, Ellwangen. Bis 2026 wolle man die Hauptverbindungsstrecken mit guten Radwegen ausbauen. "Aber wir wissen auch, Radwege bauen bleibt ein dauerhafter Prozess", sagte Dambacher und dankte dem Kreistag, dem Bund und dem Land für die Investition. "Das sind die mit am besten investierten Mittel", sagte er mit Blick auf den neuen Radweg.

Schrezheims Ortsvorsteher Albert Schiele blickte auf die fünf bis zehn Jahre, in denen dieser Radweg schon Thema im Ortschaftsrat war. "Ich habe ein Gefühl der Freude mitgebracht", sagte er und dankte den Ortschaftsräten und Bürgern aus Espachweiler, die eine Bewirtung vorbereitet hatten.

Der Kreisrat und ehemalige Bürgermeister von Neuler, Manfred Fischer, freute sich, dass auch die Teilstrecke bis Neuler verbessert wurde. Auf der Ebene vor dem Ortseingang wurde der bislang nur geschotterte Landwirtschaftsweg bituminös ausgebaut. Den Ellwangern gratulierte er, weil im Zuge der Bauarbeiten auch die Wasser- und Breitbandversorgung verbessert worden ist.

Bastian Koschate von der Firma Haag Bau (Neuler) sah in dem neuen Radweg einen Gewinn für alle, die ihn nutzen. Die Bauarbeiten seien reibungslos verlaufen.

Kreiskämmerer Karl Kurz blickte auf den "alten Radweg" der vor Jahrzehnten nur mit einer Breite von 80 Zentimetern gebaut worden war. "Wir hätten damals schon breiter gebaut, wenn die Grundstückseigentümer verkauft hätten." Jetzt werde der Landkreis die Verbindung vom Kochertal zum Jagsttal schaffen, "bis 2026, das ist das Ziel."

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