Ein Unterstützer der Wallfahrt

Gläubige besuchen das Grab von Patriz Hauser in Neuler. Der Pfarrer hat die „action spurensuche“ viele Jahre lang gefördert.

Ellwangen-Neuler. Seit 30 Jahren pilgert die „action spurensuche“ mit einer Fußwallfahrt auf den Spuren Philipp Jeningens von Eichstätt nach Ellwangen. Diesen Sommer hat die Corona-Pandemie dafür gesorgt, dass manche Dinge etwas anders sind. Das gemeinsame Wandern über sechs Tage hinweg fällt weg. Aber geblieben sind die üblichen Stationen: der Beginn am Geburtstagshaus Philipp Jeningens, die Prozession und der Auftaktgottesdienst im Dom in Eichstätt, wozu 21 Ellwanger nach Eichstätt fuhren.

„Am Donnerstag hatten wir ein richtiges Heimspiel“, freute sich Markus Krämer, der mit seiner Schwester Ursula 1992 die „action spurensuche“ gegründet hatte. 100 Ellwanger hatten sich in der Wallfahrtsbasilika in Wemding versammelt.

Am Freitag folgte der obligatorische Besuch in Neuler am Grab von Patriz Hauser. Der Pfarrer und treue Verehrer Philipp Jeningens hatte die „action spurensuche“ viele Jahre lang gefördert. „Ihm war kein Weg zu weit, keine Stunde zu spät, um uns zu unterstützen“, erinnerte Regina Egetenmeyer. „Pfarrer Hauser ist auf der Strecke mit uns gelaufen, hat jeden Abend Gottesdienst mit uns gehalten und hat das Begleitfahrzeug gefahren.“ Was wohl Patriz Hauser sagen würde, wenn er von der im nächsten Jahr geplanten Seligsprechung Jeningens wüsste? Für Markus Krämer ist diese Nachricht aus Rom eine „unsagbare Freude“. Daher fiel die Wahl des Mottos für die derzeitige Wallfahrt auf „Gott in allem suchen“. Dieses Wort des Heiligen Ignatius, dem Ordensvater Jeningens, soll die Wallfahrer einführen in die Zeit vor Jeningens Seligsprechung. Dafür ausgesucht hat das Leitungsteam Gedanken wie „Sehnsucht spüren“ – die Sehnsucht nach Gott und in sich selbst hineinspüren. Oder das „sehr ignatische Thema“, wie Krämer erklärte, „Entscheidungen treffen“. Dieses Thema sei „ewig alt und gleichzeitig sehr modern“.

Als neue Elemente gibt es bei der Wallfahrt in diesem Jahr jeden Morgen einen Tagesimpuls per Telefonkonferenz, digitales Beten einen Vortrag als Videokonferenz. Panja Tillmann-Mumm

  • Wer sich noch an der Wallfahrt beteiligen möchte, kann dies am Samstag und Sonntag jeweils um 9 Uhr mit einem Tagesimpuls per Telefonkonferenz. Am Samstag referiert Wolfgang Steffel vom Leitungsteam der „action spurensuche“ ab 20 Uhr per Videokonferenz über „Augustinus und Ignatius“. Am Sonntag, 29. August, folgt ab 13 Uhr die Sternwallfahrt aus vier Himmelsrichtungen zum Schönenberg. Gewandert wird von der Kapelle in Dankoltsweiler, dem Comboni-Kloster Josefstal, der Kirche in Dalkingen und der Kapelle in Hirlbach aus. Nach einer „Statio“ beim Bergaltar und Kaffee und Kuchen dort, geht es für alle Wallfahrer gemeinsam in einer Prozession in die Basilika St. Vitus nach Ellwangen. Der Festgottesdienst dort ab 19 Uhr wird ebenfalls per Livestream und Telefonkonferenz übertragen.

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