Ein zentrales Klärwerk für die ganze Gemeinde

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In Gaxhardt ist die Kläranlage für Stödtlen im Bau.

Die Kläranlage Gaxhardt wird saniert und erweitert. Die größte Investition, die Stödtlen je hatte.

Stödtlen-Gaxhardt. Die Kläranlage in Gaxhardt ist in die Jahre gekommen und muss dringend erneuert und modernisiert werden. In diesem Zuge wird auch gleich die Abwasserbeseitigung in der Gemeinde auf den neuesten Stand gebracht.

Die Erweiterung der Kläranlage in Gaxhardt macht rasche Baufortschritte. Ende April wurden mit den ersten Arbeiten begonnen. Die Baustellenzufahrt wurde hergestellt und die großflächigen Betonfundamente für die mechanische Vorreinigung sind auch schon gelegt worden.

Bürgermeister Ralf Leinberger machte sich zusammen mit den Ingenieuren und dem Baustellen-Trupp ein Bild vom aktuellen Stand.

Rund sechs Millionen Euro ist die Investitionssumme

„Trotz gestiegener Marktpreise liegen wir gut im kalkulierten Preisrahmen. Die Kosten für die Sanierung unserer Abwasserbeseitigung liegen bei sechs Millionen Euro. Wir sind eine große Flächengemeinde und da kommen schnell solch hohen Summen zusammen“, erklärt der Bürgermeister.

An Zuschüssen erhofft die Gemeinde vier Millionen Euro. Ohne diese hohen Zuwendungen wäre die Umsetzung des Großbauprojektes undenkbar. Als Eigenanteil für die Gemeinde bleiben dann aber immer noch rund zwei Millionen Euro hängen. Bürgermeister Leinberger spricht in diesem Zusammenhang von der größten Investition, die je in Stödtlen getätigt werden muss.

Als nächster Schritt steht im Juli der Einbau der mechanischen Vorreinigung einschließlich des Geröllfanges an, die als Kompaktanlage in Edelstahlbauweise auf das bereits gelegte Betonfundament aufgesetzt wird.

Schlammsilo bekommt 200 Kubikmeter Fassungsvermögen

Danach wird das neue Schlammsilo mit einem Fassungsvermögen von 200 Kubikmeter gebaut. Das vorhandene Belebungsbecken wird auf knapp 500 Kubikmeter vergrößert. Ein Nachklärbecken wird außerdem errichtet. Die Belüftungseinrichtung wird auch noch erneuert und erweitert. Auch das bestehende Betriebsgebäude wird modernisiert und neue Schaltanlagen und eine Fernwirkzentrale eingebaut.

Die Elektroarbeiten müssen als weiteres großes Gewerk noch im Gemeinderat vergeben werden. Zum Schluss werden schließlich die befestigten Flächen, Wege und die Umzäunung wieder hergestellt.

Bürgermeister Ralf Leinberger erläutert weiter: „Unsere alte Kläranlage in Stödtlen-Niederroden wird im Zuge der Neustrukturierung stillgelegt und an deren Stelle ein Pumpwerk gebaut mit einer Druckleitung zur Kläranlage nach Gaxhardt.

Die Becken der Kläranlage werden so umgebaut, dass sie als Löschwasserbehälter für das Gewerbegebiet “Lachfeld“ und den Ortsteil Niederoden genutzt werden können.“ Diese Bauarbeiten schließen sich an die Erweiterung der Kläranlage in Gaxhardt an.

Die Bauarbeiten an der Kläranlage Gaxhardt sollen noch Ende 2021 abgeschlossen werden. Der Abschluss der Gesamtbaumaßnahme für die Abwasserbeseitigung in Stödtlen ist für 2023 vorgesehen. Achim Klemm

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