Eine Laube am Sportplatz und neue Hallengebühren

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Für 150 mal Blutspenden wurde Günther Thorwart ( links) eine Ehrennadel des DRK und ein Präsent der Gemeinde überreicht. Michael Schmid erhielt ebenfalls eine Ehrennadel und ein Präsent für 50 Spenden. Daneben stehen Mareike Hanger, Bereitschaftsärztin des DRK, sowie Bürgermeister Siegfried Czerwinski Foto: glo
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Was der Gemeinderat in seiner letzten Sitzung des Jahres noch beschlossen hat.

Tannhausen. In der jüngsten Sitzung des Tannhausener Gemeinderats ehrte Bürgermeister Siegfried Czerwinski zwei Blutspender, die bei der Sitzung im November nicht dabei sein konnten. „Ich bin noch niemandem begegnet, der so oft Blut gespendet hat“ betonte Czerwinski, während er Günther Thorwart die Ehrennadel des DRK und ein Präsent überreichte. 150 Spenden hat er bereits hinter sich. Michael Schmid, der ebenfalls eine Ehrennadel und ein Geschenk bekam, hat schon 50 Mal Blut gespendet.

„Ja“ zum Wärmekonvoi: Bereits 2013 ist das Klimaschutzgesetz in Kraft getreten und 2020 erstmalig umfassend weiterentwickelt worden. Im September 2022 hat die Landesregierung eine Fortentwicklung des Klimaschutzgesetzes Baden-Württemberg beschlossen. Konkrete Maßnahmen sind hierin erhalten, unter anderem auch die kommunale Wärmeplanung. Stadtkreise und große Kreisstädte sind verpflichtet, bis Ende Dezember einen kommunalen Wärmeplan zu erstellen. Zählt eine Gemeinde unter 5000 Einwohner, kann sie mit anderen Gemeinden einen sogenannten Konvoi bilden und einen Wärmeplan erstellen, der mit 80 Prozent nicht rückzahlbarem Zuschuss gefördert wird.

Florian Schirle von der Hochschule Aalen stellte dem Gremium dazu Chancen, Ziele und Fördermöglichkeiten vor und beantwortete Fragen. Die Hochschule diene in der Sache als Koordinierungsstelle und stelle alle notwendigen Kontakte her. Gemeinsam mit Kirchheim, Riesbürg, Stödtlen und Unterschneidheim soll Tannhausen einen Konvoi bilden. Der Gemeinderat stimmte mit einer Enthaltung dem Antrag zu, die Wärmeplanung im Konvoi zu beauftragen.

„Ja“ zum Wärmenetzausbau: Weiter stimmte der Rat einstimmig dem geplanten Wärmenetzausbau der Firma Bioenergie und Service Abele GbR zu, der als Sitzungsvorlage dem Gemeinderat vorab zur Einsicht vorlag.

Neue Gebührenordnung für die Festhalle: Auch für die Nutzung der Turn- und Festhalle muss die Verwaltung neue Wege gehen. Mit der neuen Gebühren- und Benutzungsordnung, die einstimmig beschlossen wurde, ergeben sich Änderungen hinsichtlich der Vermietungsleistung an Vorsteuerabzugsberechtigte (in der Regel Unternehmer und eventuell Vereine) sowie Nicht-Vorsteuerabzugsberechtigte (in der Regel Privatpersonen). Der Bürgermeister wies darauf hin, dass es hier zu Verwirrungen führen kann, da es vielleicht nicht ersichtlich ist, warum ein Verein mehr als der andere Verein zahlen muss. Das, so betont Czerwinski, liege daran, ob man vorsteuerabzugsberechtigt sei oder nicht und auch daran, ob man etwa Mobiliar benötige oder die Küche nutzen möchte.

Weidenbaumwerk als Ort der Ruhe: Der Gemeinderat Tannhausen beschloss zudem die Errichtung eines Weidenbaumwerks oberhalb des Sportplatzes, wo momentan noch Grünschnitt und Schutt gesammelt wird. Als ein Ort der Ruhe soll die „Laube“ dienen und eine weitere Möglichkeit bieten, standesamtliche Hochzeiten durchzuführen.

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