Eine unendliche Geschichte soll jetzt enden

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Die Abwassermaßnahme in Hintersteinbach soll es jetzt endlich abgeschlossen werden. Ein Elektriker wird noch im Januar erwartet. Er soll die Elektroinstallation im neuen Pumwerk vollenden.
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Mit rund einem Jahr Verspätung soll die Abwassermaßnahme in Hintersteinbach jetzt abgeschlossen werden. Der Elektriker hat sein Kommen im Januar zugesagt.

Ellenberg. Seit rund einem Jahr warten die Menschen in Hintersteinbach darauf, dass die Erneuerung ihres Abwassernetzes endlich abgeschlossen wird. Der Grund: Die Firma, die eigentlich bis Ende 2021 die Elektrotechnik im Pumpwerk installieren sollte, erschien nicht wie vereinbart auf der Baustelle. Als Grund für die monatelange Verzögerung hatte die Firma Probleme bei der Materiallieferung angeführt. Jetzt aber soll sich auf der Baustelle wieder etwas tun, hat Bürgermeisterin Anna-Lisa Bohn in der jüngsten Gemeinderatssitzung am Dienstagabend im Rathaus verkündet.

Wie Bohn ihren Räten berichtete, habe die Verwaltung die beauftragte Firma Kober aus dem bayerischen Zirndorf zuletzt wöchentlich mit Anrufen genervt und am Ende tatsächlich Glück gehabt. Kurz vor Weihnachten habe die Firma zugesagt, dass im Januar dieses Jahres ein Elektriker nach Hintersteinbach entsendet wird, um dort die Arbeiten am Schaltschrank des neuen Pumpwerks zu vollenden. "Damit wäre die Maßnahme dann bis Februar hoffentlich komplett abgeschlossen", erklärte Bohn in der Sitzung. Die Anwohner sollen von der Verwaltung per Brief darüber informiert werden, wann genau sie ihre Hauskläranlagen stilllegen können.  Das werde aber erst passieren, wenn der Abschluss der Arbeiten tatsächlich auch final erfolgt ist, kündigte die Ellenberger Rathauschefin an.

Kindergartenumbau: Ein weiteres Thema in der Sitzung war der geplante Kindergartenumbau. Die Maßnahme soll Ende Februar beginnen, kündigte Bohn an. In der vergangenen Woche habe der Kirchengemeinderat der Vergabe der Arbeiten an die von den Fachplanern vorgeschlagenen Firmen bereits zugestimmt. Der zweistöckige An- und Umbau wird über 1,4 Millionen Euro kosten. Aus dem Ausgleichsstock wird die Maßnahme mit rund 750 000 Euro bezuschusst, die entsprechende Förderzusage liegt bereits vor. Die Umbauarbeiten sollen während des laufenden Betriebs stattfinden. Mit der Fertigstellung wird im August 2024 gerechnet.

Neue Kräfte für die Feuerwehr: Der Freiwilligen Feuerwehr in Ellenberg im Dezember erfolgreich um neue Kameraden geworben, drei Männer (Tim Nickel, Tim Higler, Klaus Laban) und eine Frau (Martina Scheuring) wollen der Wehr beitreten. Nachdem der Feuerwehrausschuss dem Beitritt bereits zugestimmt hat, wurde die Aufnahme - wenig überraschend - nun auch im Gemeinderat einmütig durchgewinkt. Gleichzeitig wurde beschlossen, dass die Gemeinde die Kosten für die Ausrüstung der neuen Wehrmitglieder - pro Kopf rund 1200 Euro - übernehmen wird. "Wir müssen ja froh sein, wenn sich Leute für diesen ehrenamtlichen Dienst melden", sagte Bohn. Sie ließ die Räte auch wissen, dass die Ellenberger Wehr - trotz der Aufnahme einer Frau - aktuell keine separaten Umkleiden und Sanitärräume benötige. Man habe das mit der neuen Feuerwehrfrau im Vorfeld besprochen. "Sie weiß um die räumliche Situation bei der Wehr", so Bohn.

Wohnumfeldmaßnahme Gartenstraße: Die Gemeinde Ellenberg will die Gartenstraße kräftig aufhübschen. Neben barrierefreien Gehwegen und einer besseren Beleuchtung ist unter anderem auch die Sanierung der Wasserleitung und des Abwasserkanals vorgesehen. Um alles wie geplant umsetzen zu können, ist die Gemeinde bei diesem Vorhaben allerdings auf Zuschüsse angewiesen. Wie Bürgermeisterin Anna-Lisa Bohn erklärte, hänge das Projekt insbesondere an der Fachförderung der Wasser- und Abwasserwirtschaft. Hier sei Ellenberg im vergangenen Jahr nicht berücksichtigt worden, weil keine Mittel mehr zur Verfügung standen. Jetzt unternehme man einen neuen Anlauf.  Gleichzeitig sollen Zuschüsse aus dem ELR-Programm und aus dem Ausgleichstock generiert werden. Fließen die Fördermittel nicht, wie erhofft, werde man bei der rund 1,4 Millionen teuren Maßnahme Abstriche vornehmen müssen, erklärte Bohn. Notfalls werde man nur die Kanäle und die Wasserleitung sanieren; hier bestehe laut den Ingenieuren "dringender Handlungsbedarf", machte Bohn deutlich. Sollten die Zuschüsse dagegen wie von der Gemeinde beantragt auch bewilligt werden, möchte man mit der Baumaßnahme im Frühjahr/Sommer dieses Jahres starten.        

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